Wie bereits kleine Mengen Alkohol das Bewusstsein beeinflussen und zu Gleichgewichtsstörungen führen können, erfuhren die Schülerinnen und Schüler der siebten Klassen der Alexanderschule am Donnerstagmorgen bei den Präventionstagen im Jugendhaus Raesfeld.
Sucht hat verschiedene Facetten
Dass Sucht verschiedene Facettenhat und den Unterschied zwischen Sucht und Genuss, lernten die 74 Jugendlichen in dem Workshop, der gemeinsam mit der Alexanderschule und den beiden Jugendhäuser Raesfeld und Erle, sowie dem Kreisjugendamt initiiert wurden, sowie mit Unterstützung der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück.

„Wir stellen nicht nur Drogen in den Mittelpunkt, sondern wir erarbeiten verschiedene Themen, wie zum Beispiel dass „Nein“ sagen“, so Jugendhausleiter Philipp Hatkämper. Dazu gehört die Differenzierung der sogenannten guten und schlechten Gefühle. Wie gehe ich mit schlechten Gefühlen um, oder wo bekomme ich Hilfe. Was bringe ich für Werte mit, die mich davor schützen und mir Kraft geben, nicht in die Drogensucht abzurutschen? „Ich finde es sehr wichtig, dass diese Präventionstage wiederholt werden, weil die Altersstufe 12 bis 14 Jahren jetzt aktuell ist und es in diesem Alter los mit Alkoholtrinken und Rauchen“, erklärt Philipp Hatkämper. Neben Drogen und Alkohol war beim Präventionstag auch das Suchtverhalten hinsichtlich Computerspiele und Handyverhalten ein weiteres Thema.
Erfahrungen sammeln
„Für mich ist es wichtig, dass die Schulen damit konfrontiert werden, denn dieses Problem ist unabhängig davon, ob die Jugendlichen in Raesfeld oder Dortmund wohnen“, meint Sabine Sturm, Klassenlehrerin der 7b.
Wie sich der Blick mit 0,8 oder 1,2 Promille Alkohol im Blut verändert, konnten die Jugendlichen hautnah durch eine spezielle Brille erleben. Erfahrungen sammeln, wie sich bereits geringe Mengen Alkohol beim Balancieren auswirken kann, konnten die Jugendlichen beim Durchlaufen eines speziellen Parcours. Die einen fanden es blöd, andere wiederum kicherten laut, aber die meisten Jugendlichen, bis auf ein Junge, konnten es sich nicht vorstellen, in so einem Zustand rumzulaufen oder feiern zu gehen.
Seit mehr als zehn Jahren finden regelmäßig in Raesfeld die Projekttage im Jugendhaus statt. Erstmalig allerdings reichte der Platz nicht aus, sodass die öffentliche Bücherei als Austragungsort für die Arbeit mit der Osnabrücker Werkstatt mit einbezogen wurde. Petra Bosse




























