StartGemeinde RaesfeldAlbtraum Flucht - Fünf Familien leben im Erler Pfarrhaus

Albtraum Flucht – Fünf Familien leben im Erler Pfarrhaus

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Syrische Flüchtlinge in Erle eingezogen. Seit letztem Freitag ist das leerstehende ehemalige Pfarrhaus in Erle mit Leben gefüllt. Vier Flüchtlingsfamilien aus Syrien, Irak und Nigeria hat die Gemeinde Raesfeld in Erle untergebracht. Die Hilfsbereitschaft und das Interesse an den neuen Nachbarn der Erler ist groß und freundlich.

Einen Begrüßungskuchen und selbst gepflückte Äpfel brachten am Mittwochabend die Jugendhausleiter Philipp Hatkämper aus Raesfeld und Tanja Regmann, in Erle persönlich vorbei.

Keine Kontaktscheue zeigten Jugendhausleiter Philipp Hatkämper (Raesfeld) und Jugendhausleiterin Tanja Reckmann (Erle). Sie besuchten mit eine Abordnung die neuen Erler Flüchtlinge.Im Gepäck hatten sie Kuchen und selbstgepflückte Äpfel als Begrüßungsgeschenk.
Nicht Kontaktscheu waren Jugendhausleiter Philipp Hatkämper (Raesfeld) und Jugendhausleiterin Tanja Reckmann (Erle). Sie besuchten mit einer Abordnung die neuen Erler Flüchtlinge. Im Gepäck hatten sie Kuchen und selbst gepflückte Äpfel als Begrüßungsgeschenk.Foto: Petra Bosse

Regelrecht überwältigt von der großen Herzlichkeit waren nicht nur Kinder, die seit einer Woche im Dorf leben. Wie all die Millionen Flüchtlinge, hat auch jede hier wohnende Familien ihre eigene Geschichte.

Die neuen Erler Flüchtlinge, Familie Al-Genany aus Bagdat, sowie die Brüder Juan und Hasan Aras und Osama Shedada mit Mutter, Schwester, Neffen und Nichte, alle aus Syrien, haben sich nach einer Woche in Erle gut eingelebt (v. li.).

 

Der sechsjährige Zein aus Syrien kämmte sich für das Pressefoto schnell noch die Haare. Schließlich will man(n) ja gut aussehen!
Der sechsjährige Zein aus Syrien kämmte sich für das Pressefoto schnell noch die Haare. Schließlich will man(n) ja gut aussehen!
Flüchtlinge gehen ins Boot
In solchen kleinen Schlauchbooten überquerten die Erler Flüchtlinge, wie viele andere auch, das Meer von der Türkei nach Griechenland. Teilweise bis zu sechs Stunden waren die Menschen damit auf dem Meer. unterwegs.
Familie Shehada auf ihrer Flucht in der Türkei. (640x360)
Familie Chehada auf ihrer Flucht in der Türkei.

Vor der Al-Qaida in Aleppo geflohen

Mit dem Boot über das Meer kam auch der 24-jährige Osama,  Student für Management und Ökonomie mit Mutter und Schwester, Nichte und Neffen aus Syrien. „Wir sind bereits vor einem Jahr, als die Al-Qaida in Aleppo immer näher rückte, in die Türkei geflohen. Kurze Zeit vorher zerstörte eine Bombe das Haus meiner Schwester. Zum Glück ist dabei niemand verletzt worden“, erzählt Osama Mustafa Chehada.

Zeltstadt in der Türkei. Im Vordergrund Familie Shehada die warten, dass es wirgendwie weitergeht (640x360)
Zeltstadt in der Türkei. Im Vordergrund Familie Chehada, darauf warten, dass es irgendwie weiter geht nach Deutschland 2015.

Neben den Familien aus dem Irak und Syrien lebt noch ein Ehepaar aus Nigeria in dem Pfarrhaus.
Wie es weitergeht, wissen alle im Moment noch nicht. „Ich hoffe, dass ich mein Studium in Deutschland weiterführen, oder eine gute Ausbildung machen kann, und wir alle in einem sicheren Land glücklich leben können“, so Osama.

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