StartFotostreckeMehr als 1000 Besucher - musik:landschaft westfalen Raesfeld 2015

Mehr als 1000 Besucher – musik:landschaft westfalen Raesfeld 2015

Veröffentlicht am

Fulminanter Auftakt im Schlossinnenhof. Die Philharmonie der Nationen unter der Leitung von Justus Frantz sorgte für einen eindrucksvollen Start der dreitägigen Konzertveranstaltung „musik:landschaft westfalen“ im Schloss Raesfeld.

Nahezu ausgebucht war am Freitagabend das Konzert bei der Auftaktveranstaltung. Mehr als 1000 Besucher strömten in den Schlossinnenhof, um den Klängen von Johann Strauss und Brahms zu lauschen.

Justus Frantz und sein Orchester der Nation begeisterte das Publikum am Freitagabend am Schloss Raesfeld
Justus Frantz und sein Orchester der Nation begeisterte das Publikum am Freitagabend am Schloss Raesfeld

Klassik unter freiem Himmel

Eröffnet wurde das Konzert mit der bildhaften Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss, die Justus Frantz mit einem farbenreichen Orchesterklang besonders individuell gestaltete.
Mit seiner Philharmonie der Nationen, die er 1995 gründete, steht Frantz ein international renommiertes Orchester zur Seite. Die Idee zu diesem Ensemble geht auf seinen Freund und Mentor Leonard Bernstein zurück.

Musik:landschaft westfalen 2015
Jozsef Lendvay auf seiner Stradivari

Bühne für außergewöhnliche Talente

Ein besonderes Merkmal der Philharmonie ist die gezielte Förderung junger Ausnahmetalente. Während der Tourneen erhalten diese immer wieder die Gelegenheit, vorzuspielen – so wie einst Jozsef Lendvay, der zehn Jahre lang Konzertmeister war und von dort aus eine internationale Karriere startete.
Am Freitagabend spielte Lendvay das als „unspielbar“ geltende Violinkonzert von Johannes Brahms auf seiner Stradivari. Mit beeindruckender Technik und künstlerischer Tiefe brachte er die musikalischen Feinheiten eindrucksvoll zur Geltung – besonders in der Kadenz des ersten Satzes, die selten so leidenschaftlich zu hören ist.

musik:landschaft westfalen mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015
musik:landschaft westfalen mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015

Klangvolle Reise in die Neue Welt

Im dritten Konzertteil erklang Antonín Dvořáks „Sinfonie aus der Neuen Welt“, deren Klangbild – dezent verstärkt – sehr natürlich beim Publikum ankam. Die emotionale Tiefe und klangliche Klarheit rissen das Publikum mit.
Der Abend endete mit stehenden Ovationen und einem spektakulären Feuerwerk über dem Schlosspark.

musik:landschaft westfalen mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015
Volles Haus bei der „musik:landschaft westfalen“ mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015

Junge Virtuosin begeistert das Publikum

Am Sonntagabend eröffnete das Violinkonzert D-Dur op. 35 von Peter Tschaikowsky das zweite große Konzert – diesmal unter der Leitung von Carlos Dominguez-Nieto mit der Kammerphilharmonie St. Petersburg.
Für Aufsehen sorgte dabei die erst 14-jährige Geigerin Ellinor D’Melon aus Jamaika, die mit ihrer Darbietung das Publikum zu langanhaltendem, stehenden Applaus hinriss.
„Ein absolutes Ausnahmetalent. Einmalig, in diesem Alter so fehlerfrei zu spielen. Einfach fantastisch, das live zu erleben“, schwärmte Helmut Ackmann. Bereits mit zweieinhalb Jahren griff Ellinor zur Geige, begleitet anfangs von ihrer Mutter am Klavier. Heute kann sie bereits auf mehr als 50 internationale Konzertauftritte zurückblicken.
Nach dem Konzert verriet sie mit einem Lächeln: „Mein größter Wunsch ist es, ein großer Star zu werden – und später 26 Kinder zu adoptieren. Dann kann ich ein eigenes Orchester gründen.“

Blumen und stehenden Applaus gab es für die Nachwuchskünstlerin Ellinor D´Melon nach ihrem Auftritt
Blumen und stehenden Applaus gab es für die Nachwuchskünstlerin Ellinor D´Melon nach ihrem Auftritt

Bereits mit zweieinhalb Jahren griff Ellinor D`Melon zur Geige. Anfänglich immer von der Mutter auf dem Klavier begleitet, trat sie mittlerweile in über 50 Konzerten in verschieden Ländern auf. „Mein größter Wunsch ist ein großer Star zu werden und später 26 Kinder zu adoptieren. Dann kann ich ein eigenes Orchester gründen“, verriet nach dem Konzert die 14jährige Künstlerin.

Musiklandschaft Westfalen 2015
Musiklandschaft Westfalen 2015 und der „MLW Festival-Chor“, unter der Leitung von Stephan Lemanski

Finale mit Gänsehautmomenten

Im weiteren Verlauf des Abends sorgte der „MLW Festival-Chor“ unter der Leitung von Stephan Lemanski, gemeinsam mit Solisten der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg, für ein eindrucksvolles Konzerterlebnis.
Mit Ausschnitten aus Carl Orffs Meisterwerk „Carmina Burana“ boten sie ein stimmgewaltiges Finale mit über 120 Mitwirkenden – ein eindrucksvoller Schlusspunkt für einen unvergesslichen Konzertabend.

musik:landschaft westfalen mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015
musik:landschaft:westfalen mit Justus Frantz Schloss Raesfeld 2015

LETZTE BEITRÄGE

Blitzer in Erle: Autofahrer mit 50 statt 30 km/h unterwegs

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der Schermbecker Straße in Raesfeld-Erle hat die Polizei einen Autofahrer mit 50 km/h gemessen. Erlaubt sind dort nur noch 30 km/h....

Raesfeld-Erle: Autofahrer beschädigt Verkehrszeichen und läuft davon

Ein Autofahrer soll am Freitag in Raesfeld-Erle unter Alkoholeinfluss ein Verkehrszeichen beschädigt haben. Laut Polizei kaufte er anschließend Alkohol und Zigaretten ein und entfernte sich...

Herbstlaub in Raesfeld: Zusätzliche Abgabezeiten und Sammelstelle in Erle

Wer Herbstlaub entsorgen möchte, kann den Raesfelder Wertstoffhof vom 23. Oktober bis 27. November 2026 zusätzlich freitags nutzen. In Erle nimmt eine Sammelstation auf dem...

„Neues aus Alt-Raesfeld“: Fotovortrag an drei Abenden

Historische Fotos aus dem Bestand von Ignaz Böckenhoff stehen im Mittelpunkt einer weiteren Folge von „Neues aus Alt-Raesfeld“. Der Heimatverein Raesfeld und das Bildungswerk Raesfeld...

Klick mich