Gute Reise Elisabeth!

Leise kam das Leid zu ihr, trat an ihre Seite,
schaute still und ernst sie an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es ihre Hand, ist mit ihr geschritten,
lies sie niemals wieder los, sie hat viel gelitten.
Leise ging die Wanderung über Tal und Hügel,
und uns wär’s als wüchsen still, ihrer Seele Flügel.

Sie hat lange gekämpft – aber diesen Kampf hat sie leider verloren!
Die Erlerin Elisabeth Grundmann ist am Montag nach langer und schwerer Krankheit verstorben.

Wir haben vieles aber nicht alles! Elisabeth Grundmann in ihrem kleinen Kaufhaus.
Wir haben vieles, aber nicht alles!
Elisabeth Grundmann in ihrem kleinen Kaufhaus.

Eine Frau, die äußerlich so zart war, aber dennoch den Kampf gegen ihre Krebserkrankung nie aufgab, und ohne zu stöhnen ihrem  Schicksal entgegen blickte.
Selbst, als es ihr nicht gut ging, schleppte sie mir noch große Betonplatten vor die Haustür, damit ich endlich sicheren Fußes bis zu meiner Haustür kam. Auch sonst zeigte Elisabeth großen Kampfesgeist. Ich denke noch an die Wohnungsräumung, wo monatelang ein Messi ihr das Leben schwer machte. Dank der großen Hilfe der Erler Feuerwehr, die in einer zweistündigen Übung die Wohnung räumte, konnte ihr hier wenigstens ein wenig der großen Belastung  von ihren zarten Schultern genommen werden.

Eine kleine Kämpferin war  Elisabeth. Alleine beim Tennis, ich erinnere mich noch genau an diese Zeit vor etlichen Jahren, als sie wie ein kleiner zarter Vogel über den Platz hüpfte. Sie freute sich wie eine Schneekönigin, wenn sie einen Satz gewonnen hatte. Sie kämpfte nie mit Verbissenheit, ein falsches Spiel war ihr fremd. Sie spielte einfach nur, weil sie Spaß an der Sache hatte.

Ihr Tod macht mich traurig, denn Elisabeth Grundmann schaute immer hoffnungsvoll in den Tag, ohne zu klagen.

Mach´s gut Elisabeth! Gute Reise und vielleicht schafft du es ja, dich für einen „über den Wolken-Marathon“ zu qualifizieren. Ich wünsche es dir vom ganzen Herzen!