Minister Groschek lobt Entwicklungen der Regionale 2016

Prominente Runde3. ZukunftsLANDpartie in Bocholt: 250 Gäste feiern „Familientreffen“

„Sympathisch, locker und zugleich hoch professionell — so wie das westliche Münsterland“: NRW-Bauminister Michael Groschek fand lobende Worte für die dritte ZukunftsLANDpartie der Regionale 2016. Austragungsort war die Montagehalle des Unternehmens Grunewald in Bocholt. Wo ansonsten geschraubt, geschweißt und entwickelt wird, verfolgten am Mittwoch neben Michael Groschek 260 weitere Gäste das knapp zweistündige Programm. Durch den Abend führte die WDR-Moderatorin Anne Willmes.

Unter dem Titel „ZukunftsLANDpartie“ treffen sich jährlich Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung, der Städte und Gemeinden sowie Akteure, die an den Projekten der Regionale 2016 arbeiten — ein „Familientreffen“ der umfangreicheren Art. Dass für die dritte Auflage die Montagehalle eines Unternehmens ausgewählt wurde, hatte einen besonderen Hintergrund. „Wir wollten den Fokus auf Projekte mit wirtschaftlichem Bezug legen, die im Zuge der Regionale 2016 entwickelt werden. Vorhaben wie beispielsweise das Haus der Bionik oder das Automatisierungs- und Robotercenter zeigen, dass die Regionale auch für die Wirtschaftsregion neue Impulse geben kann“, erklärte Uta Schneider, Geschäftsführerin der Regionale 2016 Agentur.

Ein Unterfangen, das geglückt ist, wie Michael Groschek betonte. Der NRW-Bauminister fand nicht nur lobende Worte für die Veranstaltung, sondern auch für die Projekte. „Es sind viele ausgezeichnete Vorhaben, die entweder bereits gefördert oder noch in der Qualifizierung sind. Die Regionale soll Kooperationen und Gemeinschaftssinn auslösen und das ist hier im westlichen Münsterland der Fall“, sagte Groschek.

Reisen mit Fahrrad

Gemeinschaftssinn war bereits am Nachmittag gefragt: bei den „Reisen in die Region“. Sechs Exkursionen führten die Gäste an besondere Orte mit Bezug zur Regionale 2016. Das Überraschende: Die Teilnehmer wussten vor dem Start nicht, wohin die Reise geht. Unter dem Titel „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“ führte eine Tour durch das Industrieareal an der Bocholter Aa, das mit Hilfe des Regionale-Projekts „KuBAaI“ zu einem neuen urbanen Quartier entwickelt werden soll. Gefahren wurde mit Fahrrädern und Schlauchbooten. Einen Zwischenstopp gab es in der „Skylounge“ des Bocholter Textilwerks.

Teilnehmer der zweiten Tour wurden „An die Arbeit“ geschickt: Per Fahrrad ging es zu Unternehmen in Bocholt: die „Rose Versand GmbH“ und die „Spaleck GmbH & Co. KG“. Zudem wurde der mögliche Standort für das „Haus der Bionik“ angesteuert, das an der Westfälischen Hochschule in Bocholt entstehen soll. Die dritte Reise führte unter dem Titel „Auf den Spuren des Kiepenkerls“ nach Stadtlohn. Nach einem Empfang im Berkelstadion erkundeten die Teilnehmer anschließend das Gebiet, auf dem mit Hilfe des Projekts „An die Berkel – Leben mit dem Fluss“ eine neue Uferpromenade entstehen soll.

Groschek

Das Thema Energie stand im Fokus der vierten Tour „Wattwanderung“. Die Gruppe besichtigte das Bocholter Unternehmen „Siemens Flender“, das unter anderem Getriebeteile für Windkraftanlagen herstellt. Zweite Station war der Hof des Energielandwirts Nienhaus in Rhede. Die „WillkommenskulTOUR“ führte in das ehemalige Franziskanerkloster in Borken-Gemen. Hier soll im Zuge der Regionale 2016 ein Zentrum für Religionen entstehen. Anschließend ging es weiter nach Bocholt-Suderwick: An der Grenze zu den Niederlanden gaben die Künstler Joop van Reeken und Verena Winter einen Einblick in ihr „Grenzblick Atelier“.

Teilnehmer der sechsten Reise „Krötenwanderung“ besichtigten das Unternehmen „Wibit“, das aufblasbare Wasserspielgeräte herstellt und in mehr als 50 Länder vertreibt. Anschließend ging es ab in die Natur — genauer gesagt in die fast „um die Ecke“ liegende Dingdener Heide.

Franziskanerkloster