Kleine Kostbarkeiten bei der Flugshow in Raesfeld

Ein buntes Bild an Modelbauflugzeugen bot sich den Besuchern bei der zweitägigen Flugshow in Raesfeld, zu dem, der MFC Marbeck-Raesfeld e.V im Rahmen ihres 35-jährigen Vereinsjubiläum am Wochenende einlud.
Bis zum Sonnenuntergang präsentierten die stolzen Besitzer auf dem Feld am Soepenweg ihre Flugobjekte, teilweise wertvoller als ein Kleinwagen. Wie zum Beispiel die „Bücker Jungmeister 133“ von Gerd Terbeck.

„Bücker Jungmeister 133“ von Gerd Terbeck.
„Bücker Jungmeister 133“ von Gerd Terbeck.

Original nachgebaut im Maßstab 1:2, ausgestattet mit einem 4 Takt Motor, 250 ccm und 5 Zylinder, hat die Modelmaschine eine Spannweite von immerhin 3,30 Meter, Gerößenmäßig die Hälfte wie das Originalflugzeug.
Der Doppeldecker fliegt mit einem Benzingemisch, und verbraucht einen halber Liter Kraftstoff in zehn Minuten und eerreicht eine Endgeschwindigkeit von rund 100 km/h.
In dem Nach hat Gerd Terbeck viel Zeit und Kosten investiert.. „Alleine an Materialkosten habe ich in die Bücker rund 6000 Euro investiert“, so der Modelbauer, der die Liebe zum Modelfliegen von seinem Vater vererbt bekam und dadurch seit rund 40 Jahren Flug- und Bastelerfahrung sammeln konnte.
Der Dorstener Reinhard Mönnich hat für sein Model keine Vorlage benutzt. „Diesen Flieger gibt es nicht im original, sondern ist selbst konstruiert“, so der Dorstener, der vom ersten Gedanken bis zur Fertigstellung seiner Maschine fast zweieinhalb Jahre brauchte. Seine Liebe zum Detail ist nicht zu übersehen. Im Cockpit sitzt ein cooler Teddy mit Pilotenbrille und Ohring, ein Spiegel auf dem Dach der Maschine soll denTeddy-Piloten vor Segelflieger, die von hinten kommen, waren und auch sonst, sieht der Innenraum total lustig aus und sorgt für Schmunzeln bei den Betrachter.

Nach einer selbst auferlegten Bastelzwangspause stieg der Dorstener vor sechs Jahren wieder in sein altes Hobby ein und verbringt die meiste Zeit seines Ruhestandes nun mit Werkeln und Konstruieren.
Rund 35 bis 40 Piloten pro Tag führten ihre Kostbarkeiten und ihr Flugkönnen vor. „Teilweise sind Maschinen dabei, die den Wert eines Kleinwagens überschreiten“, so Geschäftsführer Kai Bartel.
Wer so ein edles Teil in die Lüfte schickt, braucht schoneinige Jahre Flugerfahrung und weiß, wie es geht. „Fliegen muss man können und erst nach zehn bis 15 Jahren Flugerfahrungen können diese original nachgebauten Flugzeugminiaturen geflogen und gelenkt werden, so dass sie auch ohne Bruchlandung wieder heil unten auf der Erde ankommen“, so Bartel.