Klaus Franke wird zum Diakon geweiht

Die Zeit der Weihe zum Diakon in Münster rückt für den Raesfelder Klaus Franke immer näher.

Obwohl es für den 51- jährigen in letzter Zeit nicht immer einfach war zur Kirche zu stehen, habe er sich mit vielen Fragen auseinander gesetzt, bevor er sich entschloss, dieses Amt auszuüben. „Warum ich das mache ist gar nicht so einfach zu beantworten, aber es könnte auch eine Berufung für mich sein“, erklärt der zukünftige Raesfelder Diakon, der am 24. November in Münster zum Diakon geweiht wird.

Noche jede zu organisieren: Klaus Franke
Noche jede Menge zu organisieren: Klaus Franke

Ein langer Weg

Vor zehn Jahren erweckte ein Priester durch seine Frage, ob Franke es sich vorstellen könnte, dieses Amt auszuüben, sein Interesse. „Es war über die Jahre hinweg wie ein Samenkorn, welches in der Erde schlummerte, bis ich mich dann vor fünf Jahren auf den Weg gemacht habe um Kontakt mit Münster aufzunehmen“, erinnert sich Klaus Franke an die Zeit, wo er die ersten Schritte zum Diakon in Angriff nahm und sich dann für dieses Amt beworben hat. „In der heutigen Zeit zur Kirche zu stehen ist schwieriger als vor 30 oder 40 Jahren. Anders herum war es auch ein Vorteil für mich, denn dadurch setzte ich mich intensiver mit dem Glauben auseinander“, setzte der Lehrer hinzu, der dadurch nun auch seine Beziehung zu Gott als intensiver ansieht.

Was ist Glauben?

„Für mich bedeutet Glauben im christlichen Sinne davon überzeugt zu sein, dass der Sohn Gottes Mensch geworden ist“, so Klaus Franke. Beruflich ist Franke Lehrer an der von Ketteler Förderschule in Dorsten und er ist sich sicher, dass sich Beruf und Familie mit dem Diakonat verknüpften lässt.

Mit Antritt des neuen Amtes hofft natürlich der Raesfelder, dass er zukünftig für viele Menschen Ansprechpartner in Glaubensfragen, persönlichen Nöten, Glaubens- und allgemeinen Krisen sein wird. „Ich hoffe, dass es sich schnell rumspricht, dass, wenn es jemanden mal nicht gut geht, er jederzeit zu mir kommen kann“, fügte Klaus Franke hinzu.

Amt und Familie

Intensiv unterstütz wird der angehende Diakon von seiner Frau. „Die pubertierenden Kinder finden das im Moment noch nicht so gut, aber in ihrem inneren merke ich schon, dass sie zu mir halten“, so Franke, der zwar als Kind ebenfalls katholisch erzogen wurde, aber während seines Studiums eine Zeitlang sich vom Glauben entfernte. „Das Zusammenleben mit meiner Familie, und die Erziehung meiner Kinder im Glauben war für mich sehr wichtig und führte mich zurück zur Kirche“, gesteht der Sonderpädagoge.

Jetzt, nach über vier Jahren Vorbereitungszeit und kurz so vor der Weihe kommt nicht nur Freude bei Klaus Franke auf, „sondern auch Magenbrummeln, und die Frage, ob mir all das gelingt was ich gelernt habe und ob ich dem gerecht werden kann, was die Leute von mir erwarten. Aber die Freude überwiegt“.

Termin:

Die Weihe findet am Sonntag, 24. November 2013 um 14.30 Uhr im Hohen Dom St. Paulus zu Münster statt.

Die Gemeinde feiert die Einführung von Diakon Klaus Franke mit einem Festgottesdienst in der St. Martin Kirche zu Raesfeld am Sonntag, 1. Dezember um 9.45 Uhr.

Hierzu, zum anschließenden Empfang im Saal Epping und zur abschließenden feierlichen Vesper mit Schola Sancti Martini um 17 Uhr lädt Pastor Michael Kenkel herzlich ein.