Für viele Gläubige der Eucharistischen Anbetung war der Sonntag in Erle ein besonderer Moment. Die Mitglieder der Gebetsgruppe hatten lange darauf gewartet, nun führte die eigens nach Erle bestellte Fatima-National-Pilger-Madonna die Prozession an.

Prozession mit besonderem Gast
In den Abendstunden zog die Prozession mit der Fatima-Pilger-Madonna durch das Dorf. Über dem Geschehen lag eine besondere, ruhige Atmosphäre. Angeführt von der Feuerwehr mit Fackeln, begleitet von Bannerabordnungen und den Erler Jägern, wurde die Madonna auf den Schultern von vier Trägern durch die Straßen getragen. Eingebettet in ein Meer aus weißen Nelken stand sie im Mittelpunkt der Lichterprozession.

Jubiläum des Gebetskreises
Seit 25 Jahren besteht der Gebetskreis der Eucharistischen Anbetung in Erle. Für viele Gläubige war dieses Jubiläum Anlass, die Fatima-Statue erneut nach Erle zu holen und den besonderen Tag gemeinsam zu begehen.
Weihbischof Ostermann zu Gast
Auch Weihbischof Friedrich Ostermann aus Münster nahm an der Prozession teil. Gemeinsam mit Pfarrer Michael Kenkel, weiteren Priestern und Ordensleuten sowie zahlreichen Gläubigen begleitete er die Lichterprozession durch den Ort.

Bereits vor Beginn zeigte sich der Weihbischof nahbar und kam mit Jugendlichen vor der Kirche ins Gespräch. „Ich war früher Leiter der Fachstelle Mission, Entwicklung und Frieden und die Gebetsgruppe der monatlichen eucharistischen Anbetung hat viel für uns getan. Deshalb bin ich heute gerne zu ihrem 25-jährigen Jubiläum nach Erle gekommen“, erklärte Ostermann.
Auch in seiner Predigt ging er auf das Glaubensleben im Alltag ein. „Die Anbetung an die Madonna und das Rosenkranzbeten kann eine gute Ergänzung für Menschen zum Glauben sein, die diese Zusätze brauchen“, sagte der Weihbischof.

Worte der Pfarrgemeinde
Pfarrer Michael Kenkel richtete sich ebenfalls an die Gläubigen. „Wir tragen nun die Fatima durch das Dorf und wollen damit deutlich machen, dass Maria die Fürsprecherin bei ihrem Sohn für uns ist. Wir wollen uns ihr anvertrauen und mit unseren Anliegen zu ihr kommen“, erklärte er vor Beginn der Prozession.
Fatima-Pilger-Madonna – Hintergrund und Bedeutung
Die Fatima-Pilger-Madonna geht auf die Marienerscheinungen im Jahr 1917 im portugiesischen Ort Fatima zurück. Drei Hirtenkinder berichteten damals von Erscheinungen der Jungfrau Maria, die weltweit große Beachtung fanden.
Die Pilger-Madonna ist eine Nachbildung der Originalstatue und wird weltweit in Kirchengemeinden gezeigt. Sie steht für Gebet, Hoffnung und den Wunsch nach Frieden und verbindet Gläubige über Ländergrenzen hinweg.



























