Neue Bebauung soll Kirchring in Erle aktivieren

Die Pläne für das neue Pfarrheim in Erle sind soweit in trockenen Tüchern. Wo jetzt noch das alte Schneemannhaus steht, soll ein schmuckes und vor allem zweckmäßiges Domizil zwischen Kirchring, Höltingswall und Schermbecker Straße entstehen.

 Die geplante Nutzfläche wird ohne Kellerräume zirka. 296 qm betragen –  der umbaute Raum einschließlich einer geplanten Vollunterkellerung beläuft sich dann auf zirka 2751 cbm.

Mit der Planung ist das Architekturbüro Eversmann aus Raesfeld beauftragt worden.

Der Startschuss für den Neubau soll, wenn alles gut verläuft, im Frühjahr 2013 fallen. Vorab muss aber noch mit dem Bistum über die detaillierte Bauplanung und vor allem über die Finanzierung gesprochen werden.

Eingebunden  werden sollen  in das neue Pfarrheim  Altenwohnungen und Einheiten für betreutes Wohnen mit Tagespflege.

Nicht nur der Kirchenvorstand der katholischen Kirchengemeinde St. Silvester, als auch Pastor Kenkel, haben die Pläne für gut befunden.

„Wichtig ist uns“, so Bürgermeister Andreas Grotendorst, „dass im Ort, also im Zentrum von Erle, und das ist die Kirche, dass dort einfach Aktivität stattfindet. Und wenn  so ein Pfarrheim direkt neben einem Wohnkomplex von 30 oder  40 Wohnungen entsteht,  und wenn dann darüber hinaus noch, durch ein Pfarrheim ein Kommunikationszentrum geschaffen wird, dann kann das nur für alle gut sein. Dies ist ja kein Bauprojekt für Erle, sondern das ist ein echtes Stück Dorfentwicklung für Erle“, so Andreas Grotendorst, der die neuen Pläne ebenfalls sehr begrüßt.

Die neuen  Baukörper werden sich  an den Kirchring orientieren, an die Bestandsbebauung. Darüber hinaus wurde auch mit dem LWL, der Verwaltung und dem Architektenbüro Eversmann  abgestimmt, eine kleinteilige Bebauung in unmittelbarer Nähe zur Kirche zu erzielen. Erst in zweiter Reihe zum Höltingswall soll die Bebauung etwas angehoben werden, damit sich die kleinteilige Struktur entsprechend anpasst. „Dadurch haben wir die einmalige Chance, den Kirchring zu aktivieren und daraus eine Gemeinde und ein Wohnzentrum in Erle zu schaffen. Wie beim Froschbrunnen in Raesfeld. Da  haben wir auch erreicht, dass  Leben in den alten Teil von Raesfeld erschafft wurde und sich Geschäfte wieder ansiedeln. Und so etwas stellen wir uns für Erle auch vor“, so Eversmann.

Das Kernstück des Hauses wird ein großer Saal von rund 95 Quadratmeter sein, gleich daneben ein kleiner  Saal von 47 Quadratmeter, der durch eine Faltwand sich vom großen Raum abtrennt. Bei größeren Veranstaltungen können Foyer (40 qm) und ein Teil der Hoffläche  integriert werden.