Seit gestern sind die Ufer und das Wasser des Essener Baldeneysees mit zahlreichen Scheinwerfern taghell ausgeleuchtet. Mehr als tausend tote Fische lagen an den Uferrändern oder auf der Wasseroberfläche rum. Boote fuhren zwischen den toten Fischen über den See. Besonders im Bereich Hardenbergufer trieben regelrechte Teppiche toter Fische auf dem Wasser. Die Leiber der toten Tiere glänzten an der Oberfläche. Bei den toten Fischen handelt es sich zum überwiegenden Teil um Rotfedern. Dieser Fisch wurde gerade erst in den vorige Wochen zu tausenden nochmals eingesetzt, um die Elodea (Wasserpest) zu bekämpfen.
Die ersten toten Fische wurden von Passanten am Freitag zwischen 15 und 16 Uhr gemeldet. Ob es sich hier um eine Wasserverschmutzung aus dem Deilbachtal von de
r dort ansässigen Industrie handelt – es wurde kurzfristig eine pH Erhöhung im Wasser gemessen – oder ob es andere Ursachen waren, die vielleicht in den frisch eingesetzten Fischen selbst lag, ist noch unbekannt.
Heute sind nun fast alle toten Fische aus dem Essener Baldeneysee geborgen und beseitigt. Jetzt führen laut Polizei neue Spuren zu einem Regenrückhaltebecken, aus dem mit Kalk gebundener Schlamm stammen könnte und die Ursache für das massenhafte Fischsterben im Essener Baldeneysee sein soll.
Der Deilb
ach (verläuft auf 20,8 km zwischen Wuppertal und Essen) wird an verschiedenen Stellen untersucht. Ein Ergebnis soll nächste Woche vorliegen.



























