Teuere Überraschung – Knöllchen in Doetinchem für Werner Brand

Es sollte ein schöner Tag werden bei der Jubiläumsfeier in Wehl. Bevor das „Spiel ohne Grenzen“ anfing,  war die Gemeinde Raesfeld  vorab zu einem Empfang in Doetinchemer Rathaus geladen.

Werner Brand und Bürgermeister Herman Kaiser

Gleich hinter dem Rathaus der niederländischen Kleinstadt war ein hervorragender Parkplatz mit vielen freien Plätzen. Werner Brand nebst Gattin parkten ihr Auto regelgerecht und genossen die freundschaftliche Athmosphäre im Rathaus bei Rosinenbrot und Kaffee. Die große Überraschung folgte kurze Zeit später, als Werner Brand wieder in sein Auto steigen wollte um zum Sportplatz nach Wehl zu fahren. Ein kleiner weißer Zettel, in Deutschland auch „Knöllchen“ genannt steckte hinter seinem Scheibenwischer. Ein kurzer Blick darauf  reichten dem Erler,  um fast ins Koma zu fallen. Nicht fünf und auch nicht 10 Euro stand da, sondern sage und schreibe 53,60 Euro kostete das Parken ohne Parkschein für diese zwei Stunden. Werner Brand, nicht gerade auf dem Mund gefallen, verschlug es doch ersteinmal beim Anblick dieser horrenden Summe die Sprache. Dann schritt Werner Brand zur Tat und stellte einen Antrag auf „Nichtzahlung“ beim Bürgermeister Herman  Kaiser. Dieser zuckte aber nur leicht mit den Schultern und sein amtlicher Gesichtsausdruck machte jede weitere Diskussion in dieser Minute überflüssig. Und wie ich hörte, war Werner Brand an diesem Vormittag nicht der Einzige aus unserer Gemeinde, der diesen Liebesbrief an seiner Scheibe kleben hatte.

Dass es dort einen Parkautomaten gab, war für uns Touristen wirklich kaum erkennbar. Auch meine Fahrerin Elisabeth Grundmann, wir sind leider etwas zu spät gekommen, parkten ohne zu bezahlen. Wir hatten aber Glück, denn an unserer Scheibe klebte  kein Wisch und so  ist das Sprichwort „Wer zu spät kommt, der verpasst das Leben“ in diesem Falle nicht eingetroffen, sondern es muss jetzt heißen“ …der spart echtes Geld“.