Die „Kleine Oper Bad Homberg“ gastierte vergangenen Sonntag mit „Bravo, bravo Papageno“ im Theater Marl und der Erler Kinderchor war dabei.
Um 14 Uhr ging es los. Chorleiterin Waltraud Buning und 22 aufgeregte Kinder bestiegen den Kleinbus, den Johannes Brömmel nach Marl fuhr. „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart als Opernbearbeitung für Kinder stand auf dem Programm, mit anschließendem Blick hinter die Kulissen.
Beim vergangenen Weihnachtsfest entstand diese Idee, als Waltraud Bunings Tochter Anna mit ihrem Freund und Opernsänger Sascha Dücker zu Besuch waren. Sascha Dücker studierte gemeinsam mit der Sopranistin Ingrid El Sigai in Frankfurt Gesang, und brachte selbst einige Jahre lang mit der „Kleinen Oper Bad Homberg“ Opern in kindgerechter Bearbeitung auf die Bühne. Einige Freikarten konnte er direkt für den Kinderchor organisieren.
Ingrid El Sigai schlüpfte auf der Bühne in sämtliche Frauenrollen, die das Stück vorsah. Einige Kinder merkten das sofort und das war auch ihre erste Frage, als sie den jungen Chorsängerinnen die Kulissen und den Aufbau der Marler Bühne zeigte: „Wie schaffst du das, so schnell dein Kostüm zu wechseln?“ Aber auch viele Fragen zur Technik „Wie kommt denn das Feuer in die Dose?“ und auch zu den Proben „Wie lange müsst ihr proben, bis ihr auf die Bühne dürft?“ interessierte die Kinder. Sascha Dücker erzählte von seiner ehemaligen Studienkollegin, dass sie nicht nur die Königin der Nacht, sondern auch die Lotto-Fee in Hessen ist. „Wie lange musstest du denn studieren?“ die Antwort darauf hat die Kinder auch später noch beschäftigt „Das Studium ist zwar abgeschlossen, aber fertig bin ich bis heute noch nicht“.
Die Darbietung auf der Bühne wurde vom Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart mit den Figuren aus der Zauberflöte sehr einfach und mit viel Scherz aufgeführt. Die eigentliche Oper wäre fast drei Stunden lang, „das kann man keinem Kind zumuten“ betont Sascha Dücker diese Vorgehensweise. Die „Kleine Oper Bad Homberg“ hat sich für das nächste Jahr eine weitere Mozart-Oper vorgenommen, die „Entführung aus dem Serail“.



























