In einem Schlafraum der Raesfelder Kita Villa Purzelbaum soll eine nächtliche Belüftung getestet werden. Das hat der Gemeinderat am Montag beschlossen. Zugleich soll die Verwaltung ein Klimaanpassungskonzept erarbeiten. Wann daraus weitere Maßnahmen entstehen, ist noch offen.
Klimaanpassungskonzept braucht Zeit
Der Elternrat der Villa Purzelbaum hatte auf hohe Temperaturen in der Kita hingewiesen und Klimageräte angeregt. Der Erste Beigeordnete Markus Büsken berichtete im Rat von Gesprächen mit der Kita Leitung und dem Kreissportbund als Träger. Klimageräte seien dabei unterschiedlich beurteilt worden. Auch gesundheitliche und energetische Fragen müssten berücksichtigt werden.
Andre Olbing (CDU) bezeichnete die Lage als kompliziert. Ob Klimageräte für die Kita geeignet seien, müsse die Gemeinde gemeinsam mit dem Betreiber genauer prüfen.
Volker van Wasen (UWG) unterstützte das geplante Klimaanpassungskonzept, fragte aber nach dem Zeitplan. Büsken nannte keinen festen Termin. Die nötigen Mittel seien für den Haushalt vorgesehen, müssten jedoch noch freigegeben werden. Nach seiner Einschätzung könnte das Konzept im nächsten Frühjahr oder Sommer vorliegen. Wann sich daraus Maßnahmen umsetzen ließen, sei damit noch nicht geklärt.
Nachtauskühlung soll Erkenntnisse liefern
Van Wasen schlug vor, in der Villa Purzelbaum zunächst die aktive Nachtauskühlung zu testen. Dabei soll nachts kühlere Außenluft in den Raum gelangen und warme Luft abgeführt werden. Der Versuch könne zeigen, wie gut die Technik dort wirke.
Sonja Köhler (SPD) befürwortete den Test ebenfalls. Sie fragte zudem, an wie vielen Tagen die Hitze in der Kita zum Problem werde. Bürgermeister Dirk Kuhmann erklärte, dazu liege der Gemeinde keine Statistik des Kreissportbundes vor.
Ralf Kock (CDU) verwies auf den Neubau der Kita Holzwurm in Erle. Dort sei die Technik bereits vorgesehen. Aus seiner Sicht könne die Gemeinde auch an diesem Standort Erfahrungen damit sammeln.
Hitzeschutz für kleine Kinder
In der Beratung wurde auf die besondere Belastung jüngerer Kinder bei hohen Temperaturen hingewiesen. Sie könnten sich weniger schnell an Hitze anpassen und schneller austrocknen. Ihre Bedürfnisse sollten beim Hitzeschutz gesondert betrachtet werden.
Henry Tünte (Grüne) drängte darauf, sich auf den nächsten heißen Sommer vorzubereiten. Das Thema betreffe auch Schulen und Altenheime. Er regte an, Räume ausfindig zu machen, die an heißen Tagen besonders kühl bleiben.
Der Rat beschloss, die Technik zunächst in einem Schlafraum der Villa Purzelbaum einzubauen. Die Erfahrungen dort sollen in die weiteren Beratungen zum Hitzeschutz einfließen.

























