StartGemeinde RaesfeldRaesfelder Landwirt Alexander Nienhaus im Finale um den CERES AWARD 2026

Raesfelder Landwirt Alexander Nienhaus im Finale um den CERES AWARD 2026

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Der Raesfelder Landwirt Alexander Nienhaus gehört zu den Finalisten des CERES AWARD 2026 in der Kategorie Schwein. Besonders ist sein Tierwohlkonzept mit Stroh, Auslauf, Ringelschwanz und freiem Abferkeln. Jetzt besuchte die Jury seinen Hof, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit und dem Haltungskonzept zu machen.

Die Jury auf dem Neulandhof.
Die Jury auf dem Neulandhof. Foto: Horst Andresen

Jury besucht den Neulandhof in Raesfeld

Neugierige Ferkel der Schweinerasse Pietrain.begrüßten die Besucher schon beim Rundgang durch den Stall. Sie liefen auf Stroh, blieben kurz stehen und beobachteten die Gruppe, bevor sie wieder zwischen den Buchten verschwanden. Auf dem Neulandhof Nienhaus an der Löchter Kämpe in Raesfeld herrschte in diesem Donnerstag Mittag besondere Aufmerksamkeit. Die Jury des CERES AWARD 2026 machte Station auf dem Familienbetrieb, um den Hof von Alexander Nienhaus kennenzulernen. Der 30-jährige Landwirt gehört zu den drei Finalisten in der Kategorie Schwein und darf sich damit weiterhin Hoffnungen auf den Titel „Landwirt des Jahres 2026“ machen.

Tierwohl mit Stroh, Auslauf und Ringelschwanz
Foto: Petra Bosse

Gemeinsam mit seiner Mutter Annette Nienhaus führte er die Jurymitglieder über den Betrieb und erläuterte das Haltungskonzept sowie die Entwicklung des Hofes.

Tierwohl steht im Mittelpunkt

Für Alexander Nienhaus spielt die Haltungsform eine zentrale Rolle. Er berichtete, dass sich der Betrieb bereits vor einigen Jahren bewusst für die Zusammenarbeit mit Neuland entschieden habe. Hinter diesem Konzept stehe die Familie voll und ganz. Er freue sich darüber, dass der Absatz entsprechend funktioniere und die besondere Haltungsform gemeinsam mit Neuland umgesetzt werden könne.

Auf dem Hof leben nach seinen Angaben rund 200 Muttersauen. Jährlich würden dort etwa 6.000 Ferkel geboren.

Landwirt Alexander Nienhaus vor seinem Ferkelstall Neulandhof in Raesfeld
Landwirt Alexander Nienhaus vor seinem Ferkelstall Neulandhof in Raesfeld. Foto: Petra Bosse

Tierwohl mit Stroh, Auslauf und Ringelschwanz

Nienhaus bewirtschaftet einen rund 75 Hektar großen Betrieb. Nach der Übernahme des elterlichen Hofes führte er diesen wieder in den Vollerwerb und investierte in den Um- und Neubau der Ställe nach Tierwohlvorgaben. Die Schweine behalten ihren Ringelschwanz, stehen auf Stroh und verfügen über mehr Platz sowie Auslauf. Eine Besonderheit des Betriebes ist ein moderner Sauenstall mit Gruppensäugen, Strohhaltung und Auslauf. Hinzu kommen selbst entwickelte Abferkelbuchten, die freies Abferkeln ermöglichen sollen.

Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf
Die Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf. Foto: Petra Bosse

Vor-Ort-Termin entscheidet über die Finalisten

Der Besuch der Jury ist ein wichtiger Bestandteil des Wettbewerbs. Aktuell besuchen die Jurorinnen und Juroren alle Finalistinnen und Finalisten im deutschsprachigen Raum. Nach den Hofbesuchen entscheiden sie über die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Kategorien.

Wer sich in seiner Kategorie durchsetzt, hat anschließend die Chance auf die höchste Auszeichnung des Wettbewerbs – den Titel „Landwirtin oder Landwirt des Jahres 2026“.

Glückliche Ferkel auf dem Hof Nienhaus in Raesfeld
Foto: Horst Andresen

Preisverleihung im Oktober in Berlin

Der CERES AWARD wird vom Fachmedium agrarheute aus dem dlv Deutscher Landwirtschaftsverlag vergeben. Ausgezeichnet werden landwirtschaftliche Unternehmerinnen und Unternehmer, die wirtschaftlichen Erfolg mit Verantwortung für Mensch, Tier und Natur verbinden.

2026 gehen insgesamt 21 Finalistinnen und Finalisten in sieben Kategorien an den Start. Zusätzlich wird erstmals ein Sonderpreis der Initiative Tierwohl vergeben.

Ferkel haben auf dem Neulandhof in Raesfeld viel Auslauf
Tierwohl mit neugierigen Ferkel auf Stroh, Auslauf und Ringelschwanz Foto: Petra Bosse

Die Preisverleihung findet am 21. Oktober 2026 im KOSMOS in Berlin statt. Das Gesamtpreisgeld beträgt 29.500 Euro. Der Titel „Landwirtin oder Landwirt des Jahres“ ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Siegerinnen und Sieger der sieben Kategorien erhalten jeweils 1.000 Euro. Der Sonderpreis der Initiative Tierwohl ist mit 2.500 Euro ausgestattet.

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