Kommentar: Der Mülleimer steht direkt daneben – Karla Kolumna meldet sich wieder zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben schaut sie auf das, was zwischen Rathaus, Dorfplatz und Stammtisch passiert. Mal augenzwinkernd, mal nachdenklich, aber immer mit einem Blick auf die kleinen Geschichten, die das Leben in Raesfeld und Erle schreibt.
Über vieles wird sich in einer Gemeinde schnell aufgeregt. Mal sind Schlaglöcher das Thema, mal fehlende Parkplätze oder eine Baustelle. Schuldige sind meistens schnell gefunden. Die Gemeinde oder die Politik bekommen oft als Erste ihr Fett weg.
Aber wie sieht es mit den Dingen aus, die jeder Einzelne selbst beeinflussen kann?
Wer eine Zigarettenkippe einfach neben die Bank wirft oder den Kronkorken ins Blumenbeet schnippt, kann dafür niemand anderen verantwortlich machen. Auf dem Dorfplatz Böckenhoff stehen Mülleimer bereit, sogar mit integrierten Aschenbechern. Der Weg dorthin beträgt nur wenige Schritte.
Natürlich könnten der Bauhof oder die Mitarbeiter der Baumschule Grunewald die Hinterlassenschaften wieder einsammeln. Genau das geschieht am Ende auch. Doch jeder zusätzliche Handgriff kostet Zeit und Geld. Gleichzeitig sorgen steigende Ausgaben für die Müllentsorgung und Straßenreinigung immer wieder für Diskussionen. Vielleicht lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Kosten zu schauen, sondern auch auf das eigene Verhalten. Denn wer seine Zigarettenkippe oder einen Kronkorken direkt im Mülleimer entsorgt, trägt ganz einfach dazu bei, dass unsere Gemeinde sauber bleibt und unnötige Folgekosten gar nicht erst entstehen.
Raesfeld und Erle leben von Menschen, die sich engagieren und Verantwortung übernehmen. Vielleicht gehört dazu auch, freundlich darauf hinzuweisen, wenn jemand seinen Müll einfach liegen lässt. Denn Umweltschutz beginnt nicht erst bei großen Projekten. Er beginnt oft mit einer einzigen Zigarettenkippe oder einem Kronkorken, der eben nicht auf dem Boden, sondern im Mülleimer landet.



























