Für Haushalte in Erle wird Trinkwasser ab dem 1. Juli 2026 teurer. Die RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft hebt sowohl den Verbrauchspreis als auch den sogenannten Systempreis an. Nach Angaben des Unternehmens steigt der Wasserpreis im Versorgungsgebiet durchschnittlich um rund 5,8 Prozent.
Höherer Preis pro Kubikmeter Wasser
Der Mengenpreis für Trinkwasser erhöht sich von bisher 1,56 Euro auf 1,62 Euro brutto pro Kubikmeter. Ein Kubikmeter entspricht 1.000 Litern Wasser.
Zusätzlich steigt der Systempreis, mit dem die Betriebs- und Vorhaltekosten der Wasserversorgung finanziert werden. Dieser richtet sich nach der Anzahl der Wohneinheiten, die über einen Hausanschluss versorgt werden.
Für ein Einfamilienhaus erhöht sich der jährliche Systempreis von 290,89 Euro auf 306,02 Euro. Bei Mehrfamilienhäusern fällt die Erhöhung entsprechend höher aus.
Das bedeutet die Preiserhöhung für Haushalte
Nach Angaben der RWW zahlt ein Einfamilienhaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern künftig rund 1,96 Euro brutto mehr pro Monat.
In Mehrfamilienhäusern liegen die zusätzlichen Kosten je Haushalt niedriger. In einem Drei-Familienhaus steigen die monatlichen Kosten demnach durchschnittlich um 1,81 Euro, in einem Sechs-Familienhaus um 1,40 Euro und in einem Acht-Familienhaus um 1,23 Euro.
RWW nennt gestiegene Kosten als Ursache
Als Gründe für die Preisanpassung nennt die RWW weiterhin hohe Belastungen durch Inflation, gestiegene Energiepreise sowie höhere Kosten für Rohstoffe, Dienstleistungen und Personal. Auch die Folgen des seit Februar 2026 andauernden Nahost-Krieges würden sich auf die Kostenentwicklung auswirken.
Zudem seien die Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen gestiegen. Als Wasserversorger müsse RWW zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um die Versorgung auch in Krisensituationen sicherzustellen.
Neue Regeln für Hausanschlüsse
Parallel zur Preisanpassung ändert RWW auch die ergänzenden Versorgungsbedingungen. Hausanschlüsse müssen künftig jederzeit frei zugänglich sein. Das Unternehmen weist darauf hin, dass Überbauungen, dauerhaft abgestellte Materialien oder Bepflanzungen die Wartung und Reparatur von Leitungen nicht behindern dürfen.
Absperreinrichtungen und Wasserzähler müssten jederzeit sichtbar und erreichbar bleiben. Entstehen durch Verstöße zusätzliche Kosten, könnten diese dem Anschlussnehmer in Rechnung gestellt werden.
Erle gehört zum betroffenen Versorgungsgebiet
Von der Preisanpassung betroffen sind neben Erle auch Bottrop, Dorsten, Gescher-Hochmoor, Gladbeck, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Reken, Teile von Schermbeck sowie Velen.
Die neuen Tarife treten am 1. Juli 2026 in Kraft.



























