Die Vorparade des Allgemeinen Bürgerschützenvereins Erle verlief am Vatertag wetterbedingt anders als gewohnt. Statt unter den Kastanien trafen sich die Schützen zunächst auf dem Schulhof der Silvesterschule und wechselten anschließend vor das Feuerwehrgerätehaus in Erle.

Dort standen neben dem amtierenden Königspaar Andreas Witte und Elke Mohr auch der Thron mit Bernd Steverding und Petra Schleking sowie Peter Stöbel und Tanja Meier im Mittelpunkt. Für viele Lacher sorgten bei der Begrüßung zudem einige humorvolle „Vergehen“ einzelner Schützenbrüder, die Oberst Ludger Schleking traditionell öffentlich kommentierte.

Die Stimmung blieb trotz des wechselhaften Wetters durchgehend gelöst. Spätestens als die Burgmusikanten „Auf der Vogelwiese“ spielten, zeigte sich die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest deutlich.

Staubige Jacken nach Schleifarbeiten
Zu den ersten Kandidaten gehörte Lucky. Er hatte die Bänke im Vorfeld abgeschliffen und neu hergerichtet, allerdings offenbar vergessen, diese anschließend abzustauben. Das Ergebnis zeigte sich später auf den Uniformjacken vieler Schützen, auf denen sich der feine Schleifstaub abgesetzt hatte. Die Aktion sorgte bei der Vorparade für zahlreiche Lacher.

Fahnenkasten musste geöffnet werden
Auch der Fahnenkasten wurde zum Thema. Seit rund 45 Jahren seien die Vereinsfahnen bei Arno Brömmel untergebracht gewesen. Nach Angaben der Schützen habe dort über Jahrzehnte alles problemlos funktioniert. Im vergangenen Jahr sei der Schlüssel jedoch plötzlich verschwunden gewesen.
Da sich der Kasten nicht mehr öffnen ließ, habe man schließlich mit einem Dietrich improvisieren müssen, um an die Fahnen zu gelangen.
Runkelversorgung bis ins Jahr 4306 gesichert
Für weitere Unterhaltung sorgte Fabian Schwering. Hintergrund war eine frühere Diskussion beim traditionellen Runkelwerfen. Dort habe Fabian angemerkt, dass die Runkeln zu klein geraten seien.

Daraufhin entwickelte sich während der Vorparade eine ausführliche Rechenaktion rund um Saatgut, Ernte und zukünftige Runkelgrößen. Hintergrund sei gewesen, dass die Erler künftig ihre eigenen Runkeln anpflanzen möchten. Dafür habe man bereits entsprechendes Saatgut gekauft. Gemeinsam wurde anschließend hochgerechnet, wie viele Samen ausgesät werden müssten. Das augenzwinkernde Ergebnis: Die Runkelversorgung in Erle sei rechnerisch bis ins Jahr 4306 gesichert.

Eichhörnchen schauen in die falsche Richtung
Auch die neuen Vereinsfahnen sorgten für Gesprächsstoff. Dort fiel auf, dass die Eichhörnchen auf den Fahnen in die falsche Richtung schauten. Sicherheitshalber seien daraufhin weitere Fahnen bestellt worden.
Allerdings seien auch die nachbestellten Fahnen erneut falsch geliefert worden, berichtete Präsident Andreas Pass. Nun verfüge der Verein nach eigener Aussage gleich über vier Fahnen mit Eichhörnchen, die in die falsche Richtung schauen.

Im Anschluss wurde in gemütlicher Runde vor dem Feuerwehrgerätehaus bei Kaltgetränken weiter zusammengesessen und sich auf das bevorstehende Schützenfest eingestimmt.
Schützenfest beginnt Ende Mai
Das Erler Schützenfest findet in diesem Jahr von Samstag, 30. Mai, bis Montag, 1. Juni, im Festzelt an der Marienthaler Straße statt. Das traditionelle Vogelschießen ist wie gewohnt am Montag auf der Wiese von Johannes Stegerhoff geplant.



























































