Mit einem symbolischen ersten Stich in den Boden hat am Donnerstag der Bau der neuen Kita Holzwurm in Erle begonnen. Vertreter aus Politik, Verwaltung und Einrichtung begleiteten den Auftakt. Der Neubau entsteht am Holten, Ecke Friedholt, direkt gegenüber des bisherigen Standorts. Die Einrichtung soll künftig mehr Platz für Kinder bieten und zusätzliche Perspektiven schaffen.
Offizieller Start mit vielen Beteiligten
Beim Spatenstich waren Bürgermeister Dirk Kuhmann, Mitglieder des Rates sowie Bernd Roters, Leiter des Bauamts der Gemeinde Raesfeld, vor Ort. Auch Kita-Leiterin Katja Maschmeier und die Vorsitzende des Fördervereins, Jessica Foitzik, begleiteten den Termin.
Wie bereits berichtet, wird die Kita Holzwurm aufgrund von Eigenbedarf verlegt. Das neue Grundstück liegt nur wenige Meter entfernt auf einer Fläche der Kirchengemeinde nahe dem Erler Friedhof.

Mehr Platz für Kinder in Erle
Für Leiterin Katja Maschmeier ist der Baustart ein wichtiger Schritt. „Ja, wir freuen uns. Das ist ja schon lange geplant. Jetzt geht es endlich los“, sagt sie. Auch die Kinder verfolgten die Bauarbeiten aufmerksam. „Die Kinder kriegen ja auch immer mit, dass hier LKWs kommen und Bagger. Wir können alles von schräg gegenüber beobachten. Das ist super.“
Aktuell werden 23 Kinder betreut. Mit dem Neubau soll sich das ändern. „Der Neubau wird doppelt so groß, also zwei Gruppen“, erklärt Maschmeier. Künftig sei Platz für rund 40 Kinder vorgesehen.

Bauweise und Erweiterungsmöglichkeiten
Bernd Roters beschreibt das Projekt als funktional angelegt. „Es wird eine ganz normale Kita in Massivbauweise errichtet, mit Dacheindeckung.“
Das Gebäude sei jedoch so geplant, dass eine spätere Aufstockung möglich ist. „Das ganze Gebäude ist so vorgesehen, dass es auch später noch aufgestockt werden kann. Das ist statisch bereits eingeplant.“
Offen ist derzeit noch die Umsetzung eines Gründachs. „Ob ein Gründach kommt, hängt von einer möglichen Förderung ab“, so Roters. Gespräche dazu laufen aktuell. Sollte eine Förderung bewilligt werden, könne die Dachfläche begrünt werden. Die Konstruktion sei so ausgelegt, dass eine spätere Erweiterung dennoch möglich bleibt.

Zeitplan und offene Fragen
Beim Zeitplan zeigt sich die Verwaltung zuversichtlich. „Wir liegen aktuell gut im Plan und gehen davon aus, dass im kommenden Jahr im zweiten Quartal die Einweihung stattfinden kann, vorausgesetzt, es kommt nichts Unvorhergesehenes dazwischen“, sagt Roters.
Hintergrund der offenen Förderfrage ist eine zunächst in Aussicht gestellte Unterstützung durch den Emscherverband, die später nicht umgesetzt wurde, da es sich um einen Neubau handelt. Aktuell werde geprüft, ob ein alternatives Förderprogramm des Landes greifen kann.
Auch mögliche Kampfmitteluntersuchungen wurden im Vorfeld geprüft. Grundlage war eine Karte der Bezirksregierung Arnsberg. „Hier waren keine weiteren Untersuchungen erforderlich“, erklärt Roters.
Bei den Erdarbeiten gab es bislang nur eine Besonderheit. „Wir haben eine rund 30 Meter lange Asphaltstrecke gefunden“, berichtet Roters. Weitere Auffälligkeiten habe es nicht gegeben.

Rückblick: Planung, Kosten und Konzept
Die Planungen für den Neubau liefen bereits seit längerer Zeit. Das Bauamt entwickelte das Gebäude in enger Abstimmung mit der Einrichtungsleitung sowie dem Vorstand des Trägers. Auch das Kreisjugendamt war in die Ausarbeitung des Raumkonzepts eingebunden.
Darüber hinaus wurden frühzeitig Optionen für eine mögliche spätere Erweiterung berücksichtigt. Die Verwaltung kalkuliert aktuell mit Gesamtkosten von rund 1,7 Millionen Euro, einschließlich der Außenanlagen.



























