Die Planung für Fahrradständer und eine Bordsteinabsenkung am HUB Erle hat im Bau- und Umweltausschuss für intensive Debatten gesorgt. Am Ende wurde der Beschluss vertagt. Die Entscheidung soll nun im Rat fallen.
Bereits zu Beginn der Beratung wurde deutlich, dass die Planung zu Fahrradständern und Bordsteinabsenkung am HUB Erle für längere Diskussionen sorgen würde. Nach einer Sitzungsunterbrechung wurde die Entscheidung schließlich auf die kommende Ratssitzung vertagt.

Kritik an der Beschlussvorlage
Auslöser der Debatte war Kritik aus der CDU-Fraktion. Tobias Honvehlmann (CDU) erklärte: „Die Beschlussvorlage basiert nicht auf dem von der CDU-Fraktion gestellten Antrag und in der Vorlage steht etwas anderes, als besprochen war.“
Die Verwaltung hatte sich nach eigenen Angaben intensiv mit dem Antrag beschäftigt. Gerd Roters vom Bauamt Raesfeld erläuterte, dass die ursprüngliche Idee nach einem Ortstermin so nicht umsetzbar sei.

Probleme durch Baumwurzeln
Ein zentrales Problem seien zwei Bäume im betroffenen Bereich. Laut Bernd Roters gehe von ihnen eine Unfallgefahr aus. „Das Pflaster wird durch die Wurzeln stark angehoben und ist eine Stolperfalle für Fußgänger, die vorher beseitigt werden muss.“
Weiter sagte er: „Das ganze Pflaster rund um die zwei Bäume ist strubbelig und wir wissen nicht, was wir da tun können.“ Klar sei jedoch auch, dass Handlungsbedarf bestehe.

Im Zuge der Planung spielt auch der angrenzende Parkplatz eine Rolle. Um Platz für Fahrradständer und die geplante Querung zu schaffen, soll das auslaufende Ende des Parkplatzes verkürzt werden. Eine Verlegung der Fahrradständer Richtung Apotheke wurde ebenfalls diskutiert, sei aber aufgrund von Eigentumsverhältnissen schwierig umzusetzen.
Diskussion um Bordsteinabsenkung
Auch die geplante Bordsteinabsenkung wurde hinterfragt. Andreas Erzkamp (SPD) wies darauf hin, dass es bereits direkt vor dem Eingang des HUB Erle eine Absenkung gebe und stellte die Notwendigkeit einer weiteren infrage.

Roters stellte klar, dass die vorhandene Absenkung nicht als Querung gedacht sei: Sie diene ausschließlich der Anlieferung von Waren für das HUB Erle.
Hintergrund der Planung
Konkret geht es um Fahrradständer im Eingangsbereich von Apotheke und HUB Erle sowie um eine behindertengerechte Querung der Silvesterstraße.
Ausgangspunkt war ein Antrag der CDU-Fraktion vom 3. Dezember 2025. Darin wurde die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob eine Bordsteinabsenkung zwischen der Einfahrt zum neuen Parkplatz neben der Volksbank und der Apotheke möglich und verkehrlich sinnvoll sei. Die Verwaltung erarbeitete daraufhin eine Planung für einen fußläufigen Übergang sowie ergänzend für Fahrradständer. Diese wurde bereits am 2. Februar 2026 im Arbeitskreis Grünflächen bei einer Ortsbesichtigung vorgestellt.
Kosten und weiteres Vorgehen
Die Kosten für die Maßnahmen werden auf rund 20.000 Euro geschätzt. Im Haushalt stehen im Bereich der Straßenunterhaltung insgesamt 200.000 Euro zur Verfügung. Sollten diese Mittel nicht ausreichen, müssten zusätzliche Gelder bereitgestellt werden.
Eine endgültige Entscheidung zur Planung Fahrradständer und Bordsteinabsenkung HUB Erle soll nun in der kommenden Ratssitzung fallen.



























