StartkfdFrühstück und Vortrag der kfd Raesfeld im Martinushaus

Frühstück und Vortrag der kfd Raesfeld im Martinushaus

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Alt werden wollen wir alle, alt sein jedoch nicht. Ein Vortrag, der genau deshalb so ankam.

94 Gäste kamen zum Frühstück ins Gemeinschaftshaus Martinus und erlebten einen sehr gut angenommenen, lehrreichen und interessanten Vortrag der kfd Raesfeld. Das selbstgebackene Brot kam bestens an, erstmals nahmen auch Frauen der aufgelösten Erler kfd teil.

Die kfd Raesfeld hatte am Dienstag zu einem gemeinsamen Frühstück mit Vortrag ins Gemeinschaftshaus Martinus eingeladen. Insgesamt 94 Gäste folgten der Einladung. Der Vortrag stieß auf großes Interesse und wurde von den Teilnehmenden als sehr informativ wahrgenommen. Besonders gut kam auch das selbstgebackene Brot an. Erstmals waren zudem Frauen der aufgelösten Erler kfd zu Gast.

Die kfd Raesfeld hatte  zu einem gemeinsamen Frühstück mit Vortrag ins Gemeinschaftshaus Martinus eingeladen.
Foto: kfd-Raesfeld

„Altern – eine Herausforderung?! Pflegebedürftig und was dann?“

Unter dem Titel „Altern – eine Herausforderung?! Pflegebedürftig und was dann?“ informierte das Deutsches Rotes Kreuz Kreis Borken über die Herausforderungen und Chancen des Älterwerdens. Referentin Susanne Biallas, Geschäftsbereichsleitung und Pflegedienstleitung beim DRK Kreis Borken, griff die Veränderungen auf, die mit dem Älterwerden einhergehen.

Sie stellte die entwicklungspsychologische Theorie von Robert J. Havighurst vor. Danach bedeute gelingendes Altern, sich aktiv mit altersbedingten Veränderungen auseinanderzusetzen. Dazu zählen das Ausscheiden aus dem Berufsleben, gesundheitliche Einschränkungen, veränderte soziale Rollen sowie der Umgang mit Verlusten.

Chancen des Älterwerdens-Referentin Susanne Biallas-DRK-Borken
Referentin Susanne Biallas (li.) und Wohnberaterin Lorenzen. Foto: kfd Raesfeld

Selbstbestimmung und neue Lebensrollen im Blick

„Die Rolle als Seniorin oder Senior muss häufig neu gelernt werden“. Dabei gehe es um den Erhalt von Selbstbestimmung, sozialer Teilhabe und Lebensqualität, auch dann, wenn Unterstützung notwendig werde. Wichtig sei, dass Hilfen nicht entmündigen, sondern stärken.

Neben theoretischen Impulsen informierte der Vortrag praxisnah über den Begriff der Pflegebedürftigkeit, das Antragsverfahren bei der Pflegekasse sowie über Unterstützungsangebote. Genannt wurden unter anderem Tagespflege, ambulante Pflege, Hausnotruf, Wohn und Pflegeberatung, Wohngemeinschaften sowie stationäre Versorgungsformen.

Unterstützung im Alltag und beim Wohnen

Auch die sich verändernde Versorgungssituation durch Fachkräftemangel, steigende Kosten und den demografischen Wandel wurde thematisiert. Frau Lorenzen, Wohnberaterin, ging auf Unterstützungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Wohnsituation ein und stellte Fördermöglichkeiten vorstellen.

Ein zentrales Fazit: Altern ist eine Herausforderung, aber auch eine Entwicklungschance. Angebote im Quartier, soziale Netzwerke und niedrigschwellige Unterstützungsformen spielen eine entscheidende Rolle, um ein würdevolles Leben im Alter zu ermöglichen.

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