Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle. Karla Kolumna meldet sich zu zu Wort. Mit spitzer Beobachtung, einem Schuss Humor und viel Liebe zum Dorfleben.
Viel ist passiert in den vergangenen Monaten. Und doch hatte man zwischendurch das Gefühl, dass eigentlich nichts wirklich Wichtiges dabei war. Oder doch? Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle lebt schließlich nicht von großen Dramen, sondern von kleinen Aufregern mit erstaunlicher Ausdauer.
Wer Anfang des Jahres wissen wollte, wie es um die Gemütslage der Gemeinde steht, brauchte nur einen Blick in die sozialen Netzwerke zu werfen. Dort reichte ein Parkplatz, genauer gesagt ein einzelner Behindertenstellplatz, um die digitale Gewitterfront aufziehen zu lassen.
Der Parkplatz als Aufreger des Monats
Hinter der Volksbank liegt der neue Parkplatz. Ordentlich gepflastert, gut erreichbar, alles in allem unauffällig. Wäre da nicht der Behindertenstellplatz. Der liegt nämlich am Ende des Platzes. Für manche offenbar ein unhaltbarer Zustand.
Dabei stellte sich kaum jemand die eigentlich interessante Frage. Wer sagt denn überhaupt, dass Menschen mit einem Behindertenausweis zwingend auf einem extra ausgewiesenen Behindertenparkplatz stehen müssen? Vielleicht parkt man auch einfach dort, wo gerade Platz ist. Aber Logik hatte an diesem Tag keine Chance gegen Empörung. Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle braucht eben nicht viel Anlass.
Gleichschritt statt Stillstand
Abseits der Kommentarspalten verlief der Jahresanfang erstaunlich geordnet. Karneval steht an, rund vier Wochen früher als im vergangenen Jahr. Damals zeigten sich bereits die ersten Krokusse, während heute noch Winterjacken und Schals das Straßenbild bestimmen.
Apropos Winter. Es gab Schnee. Richtig viel Schnee. Und erstaunlicherweise blieb der große Aufschrei aus. Keine wütenden Beiträge über die Unverschämtheit der Natur, es einfach kalt und eisig zu lassen. Vielleicht ein Zeichen dafür, dass nicht alles kommentiert werden muss. Oder dass die Finger schlicht zu kalt waren für die Tastatur.
Alles im Fluss in Erle
Freudig lässt sich immerhin festhalten, dass einiges vorangeht. In Erle klappt es mit der Eröffnung des neuen Dorfgemeinschaftshauses HUB pünktlich. Auch der zukünftige Dorfplatz nimmt Form an. Noch ist vieles grau, aber man erkennt schon, wie freundlich es dort wirken wird, wenn erst alles blüht.
Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle darf an dieser Stelle also auch mal anerkennend nicken. Nicht alles gerät aus dem Ruder, manches läuft sogar erstaunlich planmäßig.
Gerüchte, Geranien und andere Nebensächlichkeiten
Und der Rest? Die Gerüchte, die halben Wahrheiten und die leisen Spekulationen lassen wir heute einfach liegen. Ebenso die Frage, welche Tulpenfarben der Nachbar in diesem Jahr gepflanzt hat. Man muss nicht über alles reden. Aber man könnte. Und genau das macht Klatsch und Tratsch aus Raesfeld und Erle ja so verlässlich unterhaltsam.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende!



























