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Roter Mond über Raesfeld: Warum der Erdbeer- oder Schneemond so auffällt

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Wer am frühen Abend mit dem Auto zwischen Erle und Raesfeld (oder umgekehrt) unterwegs war und den Blick Richtung Osten wandte, konnte ihn kaum übersehen. Tief am Horizont stand der Mond, auffallend groß und ungewöhnlich rötlich gefärbt. Ein Anblick, der einige Autofahrer zum Anhalten zwang und den Blick für einen Moment weg von der Straße hin zum Himmel lenkte.

Am 2. Februar 2026 ist der Mond auch über Raesfeld eindrucksvoll zu sehen. Immer wieder wird dabei von einem sogenannten Erdbeermond gesprochen. Der Begriff sorgt regelmäßig für Verwirrung, denn mit Erdbeeren oder der Farbe Rot hat er ursprünglich nichts zu tun.

Schneemond am Winterhimmel in Raesfeld
Foto: Petra Bosse

Warum der Name „Erdbeermond“ irreführend ist

Der Erdbeermond ist eine traditionelle Bezeichnung aus dem nordamerikanischen Raum. Gemeint ist damit der Vollmond im Juni, der früher den Beginn der Erdbeerernte markierte. Ein Erdbeermond im Februar ist astronomisch nicht vorgesehen. Der Vollmond im Februar wird klassisch Schneemond genannt.

Wenn der Mond Anfang Februar dennoch rötlich erscheint, liegt das nicht am Namen, sondern an physikalischen Effekten in der Erdatmosphäre.

Ein rötlicher Mondaufgang ist kein seltenes Himmelsereignis
Foto: Petra Bosse

Warum der Mond beim Aufgang oft rot wirkt

Steht der Mond tief am Horizont, muss sein Licht einen besonders langen Weg durch die Erdatmosphäre zurücklegen. Dabei werden die kurzwelligen, blauen Lichtanteile stärker gestreut. Übrig bleiben vor allem rote und orangefarbene Wellenlängen. Dieser Effekt ist derselbe, der auch Sonnenuntergänge rot färbt. Zusätzlich können Staub, Feuchtigkeit oder feine Aerosole in der Luft die Rotfärbung verstärken. Je tiefer der Mond steht, desto intensiver wirkt dieser Farbeindruck.

Ist das etwas Besonderes?

Ein rötlicher Mondaufgang ist kein seltenes Himmelsereignis, aber immer wieder sehenswert. Er tritt vor allem bei klarem Horizont und stabiler Wetterlage auf. Mit zunehmender Höhe verliert der Mond seine rote Färbung und erscheint wieder hellgelb oder weiß.

Ein besonderes astronomisches Ereignis wie eine Mondfinsternis liegt am 2. Februar 2026 nicht vor. Die Farbe ist allein ein optischer Effekt unserer Atmosphäre.

Fazit:
Egal ob Erdbeer- oder Schneemond, satt wird davon niemand.Das ist kein seltenes Himmelsphänomen, sondern ein atmosphärischer Effekt. Sehenswert bleibt der Anblick trotzdem, vor allem für alle, die kurz anhalten und nach oben schauen.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Erklärung zu atmosphärischer Lichtstreuung bei Mond- und Sonnenaufgang

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