StartGemeinde RaesfeldRaesfeld erhöht Müllgebühren ab 2026 um rund 13 Prozent

Raesfeld erhöht Müllgebühren ab 2026 um rund 13 Prozent

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Der Rat der Gemeinde Raesfeld hat am Montag einstimmig höhere Müllgebühren beschlossen. Ab 1. Januar 2026 steigen die Gebühren für die Abfallentsorgung im Schnitt um rund 13 Prozent. Hauptgründe sind höhere Personal und Entsorgungskosten sowie zusätzliche Belastungen durch CO₂ Zertifikate.

Gründe für die Gebührenerhöhung

Kämmerer Thomas Greving nennt mehrere Faktoren für die steigenden Kosten. Tarifliche Gehaltssteigerungen erhöhen die Personalkosten. Gleichzeitig steigen die Gebühren für die Nutzung der Abfallentsorgungseinrichtungen des Kreises Borken und der EGW.

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Besonders betroffen ist der Bereich Restabfall. Die Entsorgungsgebühr steigt um 5 Euro je Tonne auf 262,13 Euro. Die Gebühren für Bioabfälle sowie für Garten und Grünabfälle bleiben dagegen unverändert.

Ein wesentlicher Kostentreiber sei die thermische Abfallbehandlung. Seit dem 1. Januar 2024 unterliegen Abfallverbrennungsanlagen dem Brennstoffemissionshandelsgesetz. Sie müssen CO₂ Zertifikate erwerben und diese Kosten weitergeben. Der Preis steigt 2026 von 55 auf 65 Euro je Tonne CO₂.

Alttextilien und Wertstoffhof belasten Kalkulation

Auch die Sammlung und Verwertung von Alttextilien schlägt stärker zu Buche. Der Markt für Alttextilien ist eingebrochen. Statt Erlösen müssen Kommunen künftig Zuzahlungen an die EGW leisten.

Hinzu kommen Veränderungen durch die kostenlose Abgabe von Sperrmüll und Altholz sowie die vertragliche Neuausrichtung des Wertstoffhofbetriebs. Diese Entwicklungen wirken sich sowohl auf die Mengen als auch auf die Kosten aus.

Gebührenüberschüsse aus Vorjahren, mit denen Defizite bislang ausgeglichen wurden, stehen 2026 nicht mehr zur Verfügung.

Mehrkosten für Haushalte

Für einen Haushalt mit je einer 120 Liter Bio, Restmüll und Altpapiertonne bei 14 tägiger Abfuhr ergeben sich Mehrkosten von 23,40 Euro pro Jahr. Die Altpapierabfuhr bleibt weiterhin gebührenfrei.

Neue Abfuhrgebühren im Überblick

Die Höhe der Abfuhrgebühr für Restmüll richtet sich nach Behältergröße und Abfuhrrhythmus:

Restmüll, Abfuhr alle zwei Wochen

  • 40 Liter: 122,40 Euro
  • 80 Liter: 183,00 Euro
  • 120 Liter eigenes Gefäß: 241,20 Euro
  • 120 Liter kommunal: 243,60 Euro
  • 240 Liter: 424,80 Euro

Restmüll, Abfuhr alle vier Wochen

  • 40 Liter: 92,40 Euro
  • 80 Liter: 122,40 Euro
  • 120 Liter eigenes Gefäß: 150,60 Euro
  • 120 Liter kommunal: 153,00 Euro
  • 240 Liter: 243,60 Euro

Biomüll

  • 120 Liter Mietgefäß: 49,20 Euro
  • 240 Liter Mietgefäß: 50,40 Euro

Altpapier

  • 120 Liter: 0,00 Euro
  • 240 Liter: 0,00 Euro

Für einen zusätzlichen Restmüllsack fällt eine Gebühr von 4,00 Euro an.

Die neue Satzung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft.

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