Herbstzeit am Schloss Raesfeld: Auf dem Wasser herrscht reges Treiben. Kanada- und Graugänse haben sich rund um die Schlossgräfte niedergelassen und lassen lautstark hören, wer hier das Sagen hat.
Eine Kanadagans ruft empört: „Bloß nicht über den Weg der anderen zu uns rüberkommen!“ Kurz darauf ertönt ein vielstimmiges Schnattern, offenbar wird die Revierordnung neu ausgehandelt.

Revierbewusste Nachbarn
Gänse gelten in der Regel als ausgesprochen revierbewusst. Besonders dann, wenn sie sich auf den Winter vorbereiten oder bereits ihre festen Plätze an Gewässern gefunden haben, zeigen sie deutlich, wo ihre Grenzen liegen. Sowohl Kanada- als auch Graugänse verteidigen ihre Bereiche energisch, vor allem wenn es um Futterplätze oder bevorzugte Ruheorte geht.

Zusammenleben mit klaren Regeln
Trotz gelegentlicher Auseinandersetzungen bleibt es meist bei lautem Protest und drohendem Geflatter. In gemischten Gruppen wie am Schloss Raesfeld scheint eine stille Ordnung zu herrschen: Jede Art respektiert den Abstand der anderen, solange niemand die unsichtbare Linie überschreitet. Wer es doch wagt, muss mit lautem Gemecker rechnen, ein tierisches Beispiel dafür, dass selbst in der Natur klare Nachbarschaftsregeln gelten.




























