StartGemeinde RaesfeldEffiziente Mannschaft, hohe Ausgaben – Raesfelds Personalkosten steigen deutlich

Effiziente Mannschaft, hohe Ausgaben – Raesfelds Personalkosten steigen deutlich

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Leiter der Fachbereiche Gemeindeverwaltung Raesfeld (v. l.): Bürgermeister Martin Tesing, Markus Büsken (Erster Beigeordneter), Bernd Roters (Leiter Bauamt), Thomas Greving (Kämmerer) Jörg Heselhaus ( Allgemeinen Verwaltung, Jugendwerk), Daniel Knufmann (Stabstelle Dorfentwicklung und Norbert Altrogge (Ordnungs- und Sozialverwaltung). Foto: Petra Bosse

Die Gemeinde Raesfeld setzt seit Jahren auf ein effizientes Verwaltungsteam mit vergleichsweise wenigen Beschäftigten. Trotz dieser schlanken Struktur treiben steigende Tarifverträge und Rückstellungen die Personalkosten spürbar nach oben.

Laut Kämmerer Thomas Greving steigen die Aufwendungen 2024 auf rund 4,5 Millionen Euro. Das bedeutet ein Plus von über einer Million Euro im Vergleich zum Vorjahr und eine Steigerung von knapp 14 Prozent gegenüber 2022.

Weniger Stellen als in einigen Nachbarkommunen

Die Verwaltung beschäftigt aktuell 44 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und liegt damit weit unter dem Durchschnitt vergleichbarer Kommunen. Zum Vergleich: In der Nachbargemeinde Schermbeck arbeiten rund 100 Personen. Ebenso in der Gemeinde Velen. Raesfeld hat weder einen Klimamanager noch einen Wirtschaftsförderer eingestellt, dennoch erhöhen sich die Kosten deutlich.

Entwicklung der Aufwendungen

Wie Greving in seinem Haushaltsentwurf für 2024 aufführt, lagen die Personalaufwendungen im Jahr 2022 bei rund 3,95 Millionen Euro. Damals arbeiteten 41 Beschäftigte in der Verwaltung. 2023 stiegen die Kosten auf 3,31 Millionen Euro, bei nunmehr 44 Angestellten. Für 2024 rechnet Greving mit einer weiteren Steigerung auf etwa 4,5 Millionen Euro.

Personal 2024 im Überblick

  • Beamte: 11 Personen, Kosten rund 790.000 Euro
  • Tariflich Beschäftigte: 31 Personen, Kosten rund 3,37 Millionen Euro
  • Sonstige Beschäftigte: 2 Personen, Kosten rund 44.000 Euro

Gesamt: 44 Beschäftigte, Personalaufwendungen rund 4,53 Millionen Euro

Zusammensetzung der Kosten

Die Personalaufwendungen umfassen sämtliche Ausgaben für Beamte und tariflich Beschäftigte. Dazu gehören Bruttobezüge, Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse und Beihilfeleistungen. Hinzu kommen Rückstellungen für Pensionen, Beihilfen, Urlaub und Überstunden.

Anteil am Gesamthaushalt

Greving beziffert den Anteil der Personalaufwendungen im Haushaltsentwurf 2024 auf 15,8 Prozent der Gesamtaufwendungen in Höhe von 28,6 Millionen Euro. Damit fließt fast ein Sechstel des gesamten Budgets in Personalkosten.

Gründe für den Anstieg

Hauptursache für die Mehrkosten sind höhere Pensions- und Beihilferückstellungen. Beamtenrechtliche Anpassungen schlagen hier mit etwa 785.000 Euro zu Buche. Hinzu kommen laut Kämmerer tarifliche Gehaltssteigerungen, gestiegene Sozialabgaben, Neueinstellungen im Gebäudemanagement sowie Stundenerhöhungen in mehreren Bereichen.

Rückstellungen für Urlaub und Überstunden

Entlastung zeigt sich bei der Neubewertung der Rückstellungen für Urlaub und Überstunden zum Stichtag 31. Dezember 2024. Der Bestand fällt hier niedriger aus als im Vorjahr, sodass die Kosten an dieser Stelle geringer ausfallen.

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