Sechs Wochen Sommerferien und keine Spur von Langeweile: Das Jugendhaus Erle bot den Kindern und Jugendlichen in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm voller kreativer Aktionen, spannender Ausflüge und gemeinsamer Erlebnisse. Vom Beauty Day über Bastelangebote bis hin zur großen Floßtour in Holland war für alle etwas dabei.

Gleich zu Beginn der Sommerferien erlebten die Jugendlichen einen besonderen Höhepunkt: den Beauty Day. Gemeinsam mit dem Friseursalon Honerbom sowie mehreren engagierten Ehrenamtlichen, darunter eine Hygienetherapeutin, eine Osteopathin, eine Nageldesignerin und drei Friseurinnen, verwandelte sich das Jugendhaus an diesem Tag in ein kleines Wellnessstudio. „Die Mädels hatten unfassbar viel Spaß“, erzählt Leiterin Anna Löbbecke. Es gab Hairstyling, Make-up, entspannende Massagen, frisch lackierte Nägel und sogar ein professionelles Fotoshooting. Für die Jugendlichen sei dies der perfekte Start in die Ferien gewesen.

Kreative Angebote und neue Begegnungen
Auch im Jugendhaus selbst war viel los. Actionpainting, Batik-T-Shirts, Bastelaktionen und offene Jugendtage boten den Kindern zahlreiche Möglichkeiten, sich auszuprobieren. Besonders erfreulich war, dass sich viele neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmeldeten, die das Jugendhaus bislang noch nicht kannten. „Ich hoffe, dass einige von ihnen auch künftig dabei bleiben“, sagt Anna.

Familie, Teamgeist und tatkräftige Unterstützung
Hinter dem bunten Ferienprogramm stand ein starkes Team. Anna holte ihre Familie mit ins Boot: Ihr Vater begleitete die Kinder in den Kletterwald Haltern und zum Fußballgolf nach Dortmund.
Floßtour in Holland als großes Abenteuer
Das Highlight der Sommerferien war jedoch zweifelsohne die Floßtour auf den Maasplassen in den Niederlanden. Zehn Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren waren dabei, die meisten von ihnen aus dem Jugendhaus. Auch der achtjährige Oskar durfte mitfahren, obwohl er eigentlich noch zu jung war. „Er hatte gerade seinen Opa verloren, und wir wussten, dass ihm die Tour guttun würde. Die Gruppe hat ihn toll aufgenommen“, berichtet Anna.

Am Samstagmorgen startete das Abenteuer: Flöße, Gitarren, Stand-Up-Paddel, Grill und jede Menge gute Laune waren mit dabei. Tagsüber paddelten die Jugendlichen über den See, schwammen, sangen und tanzten. Abends wurde gemeinsam gegrillt. „Tobi war unser Grillmeister und hatte die Kids super im Blick“, erzählt Anna.

Stimmen der Jugendlichen
Lea (13): „Mir hat die Floßfahrt super viel Spaß gemacht. Wir haben auf den Flößen übernachtet, sind Stand-Up-Paddeln gefahren, haben die Gegend erkundet und viel geschwommen.“
Nele (13): „Ich fand die Floßfahrt auch klasse. Wir hatten total viel Spaß und sind ganz oft schwimmen gegangen.“
Oskar (8): „Ich fand die Floßfahrt richtig cool. Ich durfte im Hochbett schlafen, bei Tobi auf dem Schoß sitzen und sogar einmal selbst fahren.“

Naturerlebnis pur und große Eigenverantwortung
Auf Komfort musste die Gruppe verzichten. Es gab keinen Strom, Biotoiletten und keine Duschen – gewaschen wurde sich direkt im See. Die Veranstalter zeigten sich beeindruckt und lobten die Jugendlichen ausdrücklich. Die Flöße seien in tadellosem Zustand zurückgegeben worden, und die Gruppe habe zu den „vorbildlichsten Kindergruppen“ gehört, die sie je betreut hätten.

Am letzten Sonntagabend vor Schulbeginn kamen alle erschöpft, aber zufrieden wieder in Erle an. „Alle Kids haben gesagt, dass sie nächstes Jahr wieder mitfahren wollen“, freut sich Anna. „Am liebsten sogar zwei Nächte.“
Fotos: Jugendhaus Erle






























