Mit der 19. Frage startet die zweite Hälfte der Fragerunde an die Bürgermeisterkandidaten in Raesfeld. Es antwortet Johannes Ostermann von der UWG.
Nach Themen wie Verwaltung, Strukturen und Organisation rücken nun verstärkt Inhalte, Ideen und persönliche Perspektiven in den Fokus. Es antwortet Johannes Ostermann von der UWG Raesfeld-Erle-Homer.
Herausforderungen und offene Baustellen
Die Frage lautet: Trotz der guten Haushaltslage – wo sehen Sie aktuell die größten ungelösten Probleme in der Gemeinde?
„Trotz der guten Haushaltslage gibt es in Raesfeld weiterhin wichtige Aufgaben, die aktiv angegangen werden müssen. Das Dorfentwicklungskonzept „Raesfeld 2030“ ist dabei zentral. Es wurde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt und gibt klare Ziele für die Zukunft vor – von der Gestaltung der Ortskerne bis zur Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen und dem Erhalt unserer dörflichen Identität.
Damit das Konzept wirkt, braucht es echte, verbindliche Bürgerbeteiligung, nicht nur punktuell oder zur Beantragung von Fördermitteln.
Ein großes Thema ist die nachhaltige Flächenentwicklung: Wachstum, Naturschutz und soziale Gerechtigkeit müssen in Balance gebracht werden. Neue Bau- und Gewerbeflächen sollen mit Augenmaß entstehen, ohne die Lebensqualität zu verlieren. Wichtig ist zudem die Energiewende, damit Raesfeld beim Klimaschutz vorangeht, die Versorgung sicher und bezahlbar bleibt und die Bürger davon auch finanziell profitieren können.
Auch das Ehrenamt muss gestärkt werden. Viele Vereine stoßen an ihre Grenzen. Deshalb setze ich mich für einen Ehrenamtskoordinator ein, der Engagierte unterstützt und Projekte vernetzt. Klar ist: Nur mit einem gemeinsam getragenen Dorfentwicklungskonzept, mehr Bürgerbeteiligung sowie einer nachhaltigen Entwicklung und gestärktem Ehrenamt bleibt Raesfeld auch in Zukunft lebenswert“.
Die nächste Frage (20) lautet: Welche Entscheidungen der letzten Jahre hätten aus Ihrer Sicht besser oder anders getroffen werden sollen?



























