Von Tür zu Tür: Bürgermeisterkandidat Jonathan Schmidt sucht den direkten Draht zu den Bürgern
Bürgermeisterkandidat Jonathan Schmidt ist derzeit im gesamten Gemeindegebiet unterwegs. Nach eigenen Angaben wolle er persönlich mit den Menschen ins Gespräch kommen und erfahren, was sie bewegt. Unterwegs sei er mit dem Fahrrad, hinter sich ein Anhänger mit dem auffälligen Banner „SCHMIDT MACHEN“. Damit signalisiere er, dass es ihm ernst sei mit seinem Versprechen, zuzuhören und gemeinsam anzupacken.
„Ich möchte, dass die Bürger mitmachen“, erklärte Schmidt. Ihm sei wichtig zu hören, welche Ideen die Menschen in Raesfeld hätten, aber auch, was sie kritisierten. Sein Ziel sei ein echter Bürgerdialog – von Haustür zu Haustür.
Begegnungen an der Haustür
Schmidt klingelt nach eigenen Angaben an jeder Tür selbst. Werde geöffnet, suche er sofort das Gespräch, offen, ohne Zeitdruck und auf Augenhöhe. „Einige hatten spontan nichts zu sagen, andere wiederum haben die Gelegenheit genutzt und sich regelrecht ausgesprochen“, berichtete er.
Zur Sprache seien sehr unterschiedliche Anliegen gekommen:
- der Wunsch nach einer Kugelbahn am Waldspielplatz,
- mehr Transparenz und Einbindung bei Entscheidungen im Rathaus,
- Maßnahmen gegen wildes Parken in einzelnen Straßen,
- eine bessere Pflege der öffentlichen Grünflächen an Straßen und Gehwegen.
Junge Familien hätten zudem betont, dass sie bei der Planung neuer Siedlungen einbezogen werden wollten, etwa bei der Gestaltung von Spielplätzen. Einige Bürger hätten sich gewundert, dass der Ausbau der Grundschulen im OGS-Bereich erst jetzt angestoßen werde. Andere wiederum hätten die öffentliche Unterstützung für OGS-Einrichtungen kritisch gesehen.
„Was dem einen nebensächlich erscheint, kann für andere ein erhebliches Problem sein“, teilte Schmidt mit. Man könne es zwar nicht jedem recht machen, aber man könne offen ins Gespräch gehen. Er habe sich alle Hinweise notiert und wolle diese Liste im Falle eines Wahlsiegs Punkt für Punkt abarbeiten.
Unterwegs ohne Wahlkampfteam
Treffe Schmidt niemanden an, hinterlasse er einen Türanhänger mit seinen Kontaktdaten – als Einladung, den Dialog auf anderem Wege fortzusetzen. Wahlkampfhelfer nehme er bewusst nicht mit. „Es ist mir wichtig, dass ich selbst vor der Tür stehe. Die Menschen wollen mit dem Kandidaten sprechen, nicht mit Stellvertretern“, erklärte er.
Die Aktion sei zwar anstrengend und zeitintensiv, für ihn aber der richtige Weg. „Nur so bekomme ich ein echtes Bild von den Anliegen in unserer Gemeinde. Und das ist es allemal wert“, sagte Schmidt.
Zuversicht trotz vollem Zeitplan
Ob er bis zur Wahl tatsächlich alle Haushalte erreiche, sei noch offen. Den Innenbereich von Raesfeld habe er nach eigenen Angaben fast komplett besucht. Wetterbedingt sei er inzwischen mit dem Auto im Außenbereich unterwegs. Manche Gespräche dauerten länger als geplant. „Dann verabschiede ich mich höflich, verspreche aber, wiederzukommen oder – falls ich gewählt werde, zu einem Austausch ins Rathaus einzuladen“, erklärte Schmidt.



























