Schnell das Ticket aufs Handy laden, einsteigen und losfahren – so sieht Bus- und Bahnfahren künftig im WestfalenTarif aus. Ab dem 1. August 2025 gehören Papiertickets mit Entwerterfeld und entwertbare Digitaltickets der Vergangenheit an. Bezahlt wird künftig direkt beim Kauf – am Automaten, im Kundenzentrum oder einfach per App mit dem Smartphone. Die Entwertergeräte verschwinden zum 1. November 2025 aus Bussen, Bahnen und von Bahnsteigen. Ziel ist ein moderner, barrierefreier Nahverkehr mit klaren Regeln und weniger Technik-Stress für alle.
Tickets mit Entwerterfunktion fallen weg
Ab dem 1. August 2025 bietet der WestfalenTarif keine Papiertickets mit Entwertungsfeld mehr an. Auch digitale Tickets, die vor Fahrtbeginn manuell aktiviert werden müssen, verschwinden aus dem Sortiment. Betroffen sind insbesondere das Einzelticket und das Mehrfahrten-Ticket mit Entwerterfeld. Eine Ausnahme bilden einzelne Regionen wie Bocholt, Unna und Paderborn.
Entwerter werden zum 1. November stillgelegt
Ab November 2025 deaktivieren die Verkehrsunternehmen die Entwertergeräte schrittweise. Diese befinden sich bisher in Bussen, Bahnen und auf Bahnsteigen. Tickets mit Entwerterfeld behalten bis zu diesem Datum ihre Gültigkeit. Danach können sie nicht mehr genutzt werden. In Übergangsregionen zu benachbarten Verkehrsverbünden bleiben Entwerter vorerst bestehen.
Neue Ticketmodelle setzen auf digitale und sofort gültige Lösungen
Künftig gelten Tickets ab dem Zeitpunkt des Kaufs oder haben ein festes Startdatum. Digitale Fahrkarten sowie am Automaten erworbene Tickets sind direkt gültig oder zeitlich klar gekennzeichnet. Für Gelegenheitsfahrende stehen der Smartphone-Tarif eezy.nrw, das TagesTicket24 und das EinzelTicket ohne Entwerterfeld zur Verfügung. Der Verkauf erfolgt weiterhin über Automaten, Apps, Kundenzentren, Busse und Bahnen.
Wegfall der Entwerter bringt technische und wirtschaftliche Vorteile
Die Entscheidung reduziert den technischen Wartungsaufwand erheblich. Entwerter galten als störanfällig und veraltet. Durch den Wegfall dieser Infrastruktur sparen die Verkehrsunternehmen Kosten und können Abläufe vereinfachen. Die Maßnahme ist Teil der Digitalisierungsoffensive von WestfalenTarif und dem Land NRW.
Übersichtlichkeit und Barrierefreiheit verbessern sich
Fahrgäste profitieren von klareren Ticketregelungen und einem nutzerfreundlicheren System. Der Wegfall der Entwerter erleichtert insbesondere Menschen mit Einschränkungen den Zugang zum Nahverkehr. Zeitersparnis und ein Plus an Sicherheit zählen zu den weiteren Vorteilen.
Bargeldzahlung bleibt vielerorts möglich
Trotz fortschreitender Digitalisierung bleibt die Barzahlung in Bussen vielerorts erhalten. Auch an Fahrkartenautomaten, in Verkaufsstellen und Kundenzentren ist der Barkauf weiterhin möglich. Bereits heute bieten viele westfälische Verkehrsunternehmen Kartenzahlung und kontaktloses Bezahlen via Smartphone an – über Giro-, Debit-, Kreditkarten sowie Apple Pay und Google Pay.
Regionale Ausnahmen: Bocholt, Unna und Paderborn
Einige Städte setzen weiter auf ausgewählte Entwertertickets. Paderborn hält am 4erTicket fest, Bocholt am 10erTicket. In der Region Unna bleiben diese Tickets über digitale Verkaufswege ebenfalls verfügbar. Der Einsatz von Entwertern wird hier vorübergehend fortgeführt – insbesondere für Fahrgäste ohne digitalen Zugang.



























