Der große Krawattenschwund: Bürgermeister Tesing zuerst
Raesfeld, Altweiberfastnacht – Im westlichen Zipfel des Münsterlandes ist es 9 Uhr morgens, doch an Schlaf ist nicht zu denken. Die Jecken haben traditionell das Rathaus gestürmt, und die ersten Opfer ließen nicht lange auf sich warten: die Krawatten der Verwaltungsspitze.

Den Auftakt machte keine Geringere als Karnevalsprinzessin Kristin I, vom RCV, die mit Schere bewaffnet dem Bürgermeister und seinen Kollegen zu Leibe rückte.
Kaum war die erste Krawatte in Gefahr, stellte sich die unausweichliche Frage: „War das etwa Ihr Lieblingsstück – oder tragen Sie immer so mutige Muster?“

„Natürlich nicht! Ich habe vorsorglich ein älteres Modell gewählt – reine Vorsicht!“, versicherte Erster Beigeordneter Markus Büsken schmunzelnd. Doch auch er konnte seinem Schicksal nicht entkommen. Ein beherztes „Ratsch!“ – und schon war die Krawatte nur noch halb so lang.
Die übrigen Verwaltungsmitglieder schienen sich entweder schon innerlich von ihren „dekorativen“ Bindern verabschiedet zu haben – oder sie hüteten ein gut sortiertes Notfall-Krawattenlager im Rathauskeller.
Sekt, Spaß und närrische Tradition
Doch der Krawattenschwund war nur der Auftakt. Mit Sekt, guter Laune und ausgelassener Stimmung wurde das Rathaus kurzerhand zur Karnevalshochburg. Für einen Moment rückten Tagesordnungen und Verwaltungsakten in den Hintergrund – stattdessen stand ausgelassene Heiterkeit auf der Agenda, sowie die Verleihung des Heimatpreises 2025 der Gemeinde Raesfeld 2025 an die vier Karnevalsvereine.




























