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Hat die Gemeinde demnächst ein Wolfsproblem? Immer mehr Wolfsrisse in Raesfeld und Erle

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Hegeringleiter Bernhard Bölker bestätigt rund 30 Schafsrisse in der Gemeinde Raesfeld.

Auf Nachfrage bestätigt der Hegeringleiter von Raesfeld, Bernhard Bölker, die zunehmenden Wolfsrisse seit 2024 in der Gemeinde. „Ich gehe davon aus, dass wir in der Gemeinde Raesfeld in diesem Jahr rund 30 tote Schafe haben – die meisten davon in Erle“, so Bölker. Dies bereitet dem Jäger große Sorgen. Allerdings wurden auch nicht alle Risse in der Gemeinde in diesem Jahr dem Landesamt für Umwelt und Naturschutz gemeldet und somit nicht in der Liste aufgeführt.

Schafhalter in der Kritik

Besonders problematisch findet Bölker, dass für die Risse immer wieder die Schafhalter verantwortlich gemacht werden, indem man ihnen vorwirft, ihre Tiere nicht richtig zu schützen. Er erklärt jedoch, dass es besonders im Naturschutzgebiet nicht machbar sei, hohe Zäune zu errichten, da hier eine Zaunhöhe von 1,40 Meter nicht überschritten werden darf.

Mehrere Wölfe in der Region aktiv

Bölker vermutet, dass nicht nur ein Wolf, sondern mehrere Wölfe für die Risse verantwortlich sind. Sowohl Tiere aus dem Dämmerwald als auch die nachgewiesene Wölfin Gloria seien in der Gemeinde an den Schafsrissen beteiligt gewesen. „Wenn wir den Bereich, Schermbeck, Hünxe und Dämmerwald hinzunehmen, können wir davon ausgehen, dass es mittlerweile mindestens zehn Wölfe gibt“, schätzt Bölker.

Wölfe in der Gemeinde Raesfeld und Erle
Immer wieder werden Wölfe in der Nähe von Wohnbebauungen Raesfeld gesichtet und auch Schafe gerissen. Foto: Petra Bosse

Gefahr in Nähe von Wohngebieten

Besonders erschreckend für ihn sei der letzte Wolfsangriff in Raesfeld am 2. Oktober gewesen, da sich die Weide direkt am Ende eines Neubaugebietes in Raesfeld befindet und nur rund 300 Meter von einem Kindergarten entfernt.

Zuständigkeit beim LANUV

Allerdings betont Bölker, dass die Jägerschaft nicht für die Wolfsrisse zuständig sei. Zwar helfe er gerne aus und beantworte Fragen, aber offiziell sei das alles Sache des LANUV und der eigens dafür bestellten Personen, die Wolfsrisse protokollieren und aufnehmen.

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