StartLandwirtschaftGetreideernte 2024: 26,9 % weniger Weizen in Nordrhein-Westfalen

Getreideernte 2024: 26,9 % weniger Weizen in Nordrhein-Westfalen

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Im Jahr 2024 gab's in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Getreideernte als sonst. Symbolfoto

Rückgang der Getreideernte in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2024

Im Jahr 2024 gab’s in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Getreideernte als sonst. Insgesamt wurden 3,03 Millionen Tonnen Getreide (ohne Körnermais) geerntet. Fast die Hälfte davon, nämlich 49 Prozent, waren Weizen.

Die Weizenernte ist im Vergleich zum Vorjahr um 26,9 Prozent zurückgegangen und hat nur noch eine Menge von 1,49 Millionen Tonnen erreicht. Die Anbaufläche für Weizen ist um 15,5 Prozent geschrumpft und beträgt jetzt 210.400 Hektar. Das hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Erträge gesunken sind. Wegen des schlechten Wetters während der Wachstumsphase ist der Hektarertrag um 13,6 Prozent gesunken und liegt jetzt bei nur noch 7,1 Tonnen. Das ist der niedrigste Wert seit den frühen 1990er Jahren.

Winterweizen im Rückgang, Sommerweizen im Aufschwung

Bei Winterweizen, dem in NRW nach wie vor wichtigsten Brotgetreide, gab’s dieses Jahr eine Ernte von 1,43 Millionen Tonnen – fast ein Drittel weniger als im Vorjahr (29,3 Prozent).

Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass der Hektarertrag mit 7,1 Tonnen 13,2 Prozent niedriger war als im Vorjahr und die Anbaufläche um 18,6 Prozent kleiner war. Sommerweizen hat sich dagegen super entwickelt. Die Erntemenge hat sich verfünffacht und liegt jetzt bei 55.800 Tonnen (+432,4 Prozent).

Das ist dadurch möglich geworden, dass die Anbaufläche um 298,5 Prozent auf 9.900 Hektar erweitert wurde und der Hektarertrag um 33,6 Prozent auf 5,7 Tonnen gestiegen ist.

Getreideernte 2024 NRW

Rückgang bei Roggen, Wintermenggetreide und Gerste

Auch die Ernte von Roggen und Wintermenggetreide ist deutlich gesunken. Aufgrund einer verkleinerten Anbaufläche von 33.000 Hektar (-25,7 Prozent) und einem geringeren Hektarertrag von 5,8 Tonnen (-10,0 Prozent) reduzierte sich die Erntemenge um 33,0 Prozent auf rund 190.200 Tonnen.

Bei Gerste ist ebenfalls ein Rückgang zu verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Erntemenge um 9,9 Prozent gesunken und liegt jetzt bei 1,08 Millionen Tonnen. Die Anbaufläche wurde zwar auf 157.700 Hektar (+5,8 Prozent) erweitert, aber weil der Hektarertrag von 6,8 Tonnen um 14,9 Prozent gesunken ist, ist die Gesamterntemenge jetzt wieder so groß wie 2018.

Deutlicher Anstieg bei Hafer und Rückgang bei Triticale

Die Ernte von Hafer stieg um 61,5 Prozent auf 42.000 Tonnen. Der Anstieg ist auf eine erweiterte Anbaufläche von 7.600 Hektar (+13,7 %) und einen gestiegenen Hektarertrag von 5,5 Tonnen (+42,0 %) zurückzuführen.

Im Gegensatz dazu verzeichnete Triticale einen starken Rückgang. Die Erntemenge verringerte sich um 36,7 Prozent auf 236.000 Tonnen. Die Verringerung der Anbaufläche um 32,5 Prozent auf 37.300 Hektar sowie der Rückgang des Hektarertrags um 6,2 Prozent auf 6,3 Tonnen sind die Ursachen hierfür.

Zunahme der Sommergetreideflächen

Laut einer aktuellen Mitteilung des Statistischen Landesamts ist die Anbaufläche für Sommergetreidearten im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet worden. Im Gegensatz zu den Wintergetreidearten werden diese Getreidearten erst im Frühjahr des Erntejahres ausgesät. In diesem Jahr konnten sie von den verbesserten Witterungsbedingungen im späteren Verlauf profitieren. Quelle: IT:NRW

Info zu Triticale

Triticale ist eine Getreideart, die durch Kreuzung von Weizen und Roggen entstanden ist. Sie wurde entwickelt, um die positiven Eigenschaften beider Getreidearten zu kombinieren: die hohe Ertragsleistung und Backfähigkeit des Weizens sowie die Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit des Roggens. Triticale wird vor allem als Futtergetreide in der Tierhaltung verwendet, kann aber auch in der Lebensmittelproduktion eingesetzt werden. Aufgrund ihrer Robustheit gedeiht Triticale gut auf weniger fruchtbaren Böden und unter schwierigen klimatischen Bedingungen.

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