StartGemeinde RaesfeldZusammenarbeit in pastoralen Räumen soll die St. Martin-Gemeinde in Raesfeld stärken

Zusammenarbeit in pastoralen Räumen soll die St. Martin-Gemeinde in Raesfeld stärken

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Fotomontage: Petra Bosse

Im Bistum Münster befindet sich derzeit ein Prozess zur Entwicklung der pastoralen Strukturen in vollem Gange. Ab Januar 2024 werden die über 200 Pfarreien des Bistums zu 45 pastoralen Räumen zusammengestellt.

Die Raesfelder Pfarrei St. Martin wird gemeinsam mit den Pfarreien Gemen, St. Ludgerus, Christus König und St. Remigius aus Borken und St. Georg aus Heiden zusammenarbeiten und dennoch als eigenständige Einheit bestehen bleiben.

Pastorale Räume Raesfeld Kreis Borken

Verschiedene Faktoren für den Zusammenschluss

Die Entscheidung zur Einführung pastoraler Räume basiert auf verschiedenen Faktoren, wie dem deutlichen Misstrauen der Katholikenzahlen, der geringeren Teilnahme an Gottesdiensten, dem rückläufigen Seelsorge-Personal und den finanziellen Herausforderungen, so das Bistum Münster.

Enorme Herausforderung

Noch steht der Prozess ganz am Anfang. Aber, welche konkreten Auswirkungen wird dieser Zusammenschluss auf die Pfarrgemeinde in Raesfeld haben?

Dazu erklärt Pastor Dr. Fabian Tilling: „Bislang sind die Auswirkungen noch nicht spürbar. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass wir bis 2030 mit erheblich weniger hauptamtlichem Personal im Bistum auskommen müssen. Das wird eine enorme Herausforderung sein“, fügt Pfarrer Tilling hinzu.

Gemeindeleben vor Ort zu fördern

Persönlich betrachtet Pastor Tilling größere pastorale Einheiten als notwendig und setzt sich gleichzeitig dafür ein, das Gemeindeleben vor Ort zu fördern und den gelebten Glauben lebendig zu erhalten. „Ich freue mich darauf, die engagierten Menschen in unseren Nachbargemeinden kennenzulernen und mit ihnen zusammenzuarbeiten“, betont er.

Empfehlungen des Diözesanrats

Bischof Felix hat den territorialen Zuschnitt der pastoralen Räume aufgrund von Abstimmungen in den Pfarreien und Empfehlungen des Diözesanrats festgelegt. Zudem werden in vierzehn verschiedenen Themengruppen zentrale Themen bearbeitet, die die strategische Ausrichtung des Bistums in den nächsten Jahren betreffen. Die Beratungs- und Entscheidungsphase in diesen Gruppen soll bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Das Bistum Münster sucht Antworten auf folgende Fragen: Was bedeuten die massiven Veränderungsprozesse, die wir derzeit erleben, für uns? Wie können christliche Gemeinschaft und kirchliches Leben trotz der sich wandelnden Rahmenbedingungen weiter wachsen? Welche Form von Kirche wird zukunftsfähig sein?

Die Zuschnitte der pastoralen Räume wurden in einem partizipativen Prozess erörtert und diskutiert, um alle beabsichtigten einzubeziehen.

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