StartLandwirtschaft#gemeinsammitrücksicht: Landwirte werben um Verständnis bei Hundehaltern

#gemeinsammitrücksicht: Landwirte werben um Verständnis bei Hundehaltern

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Landwirte starten eine Infokampagne #gemeinsammitrücksicht, um das Verständnis von Hundehaltern zu erhöhen.

Sie nutzen Schilder und Social-Media-Beiträge, um auf die Probleme aufmerksam zu machen, die entstehen, wenn Hunde auf landwirtschaftlichen Flächen herumlaufen. Weidetiere und Bodenbrüter leiden unter besonders freilaufenden Hunden.

Obwohl Landwirte und Hundehalter generell keine Probleme miteinander haben und viele Hofhunde zur Familie gehören, kann es problematisch werden, wenn Hunde auf Wiesen und anderen landwirtschaftlichen Flächen frei herumlaufen.

Infokampagne von Landwirten

Um dieses Thema anzugehen, hat eine Gruppe junger Landwirtinnen und Landwirte eine Infokampagne entwickelt. Sie setzen auf freundliche Gespräche, Info-Collagen für soziale Medien, Schilder an Weiden, Aufklärungsflyer und Einladungen zum Gespräch vor Ort, um Verständnis bei Hundehaltern zu schaffen.

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Landwirte in Gescher appellieren an Hundehalter: #gemeinsammitrücksicht. Foto: Stephan Wolfert WLV

Mehr Hundehalter, mehr Hundekot

Der Anstieg der Hundehalter während der Corona-Pandemie hat auch in der Region zu mehr Hundekot und freilaufenden Hunden auf landwirtschaftlichen Flächen geführt. Die jungen Landwirte haben sich daraufhin entschieden, einen kooperativen und aufklärenden Ansatz zu wählen. Sie orientieren sich dabei am Borkener Appell der Naturfördergesellschaft, der 2021 für mehr Rücksichtnahme zum Schutz von Flora und Fauna festgestellt wurde.

Hunde an Ackerflächen und Weiden an die Leine nehmen

Tierarzt Michael Schulze Vowinkel betont, dass es einen Unterschied gibt, ob eine Kuh oder ein Hund auf die Weide macht. Klemens Kersting, Leiter des Hegerings, erklärt, dass das Anleinen der Hunde in der Brut- und Setzzeit besonders wichtig ist. Hunde können beim Toben auf der Weide zum Beispiel Fasanengelege zerstören oder Kitz und Reh voneinander trennen. In solchen Fällen werden Mutter und Nachwuchs unwiederbringlich getrennt, und die Jungtiere verenden meist.

Daher appellieren die Landwirte darum, Hunde in der Nähe von Weiden und Ackerflächen an die Leine zu nehmen und die Hinterlassenschaften aufzusammeln und mitzunehmen. So können Landwirte und Hundehalter auch problemlos miteinander auskommen.

Gemeinsamrücksicht Hundekot Landwirtschaft

Zum Thema: Warum ist Hundekot auf der Weide ein Problem?

Bernd Meis, ein Rinderhalter, hat sich in den letzten beiden Jahren über Fehlgeburten bei trächtigen Rindern auf seinen Betrieb geärgert. Obwohl der Tierarzt Michael Schulze Vowinkel den Grund nicht zweifelsfrei bestimmen konnte, besteht der begründete Verdacht, dass Parasiten, die über Hundekot übertragen Werden, die Ursache sein könnte.

Die Angus-Ammenkühe von Meis grasen auf einer Weide entlang einer beliebten Hundegassi-Route, wo Parasiten durch Hundekot übertragen werden können und schließlich ins Rinderfutter gelangen. Dies kann dazu führen, dass die Rinder krank werden und sogar Fehlgeburten haben. Ein weiteres Problem ist, dass der Parasit lebenslang im Wirt bleibt und daher immer wieder Fehlgeburten verursachen kann.

Die neuen Infoschilder der Kampagne #gemeinsammitrücksicht (vierverschiedene Motive) können Interessierte zum Selbstkostenpreis in der WLV-Kreisgeschäftsstelle kaufen. Preis für das Einzelschild 6,- Euro. Alle vier im Set: 20 Euro

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