Bürgermeister Andreas Grotendorst, Hermann Burbaum, Voba Raesfeld und Helmut Ackmann, Firma Hetkamp, im Dialog. Lange schaute ich mir das Bild an und dachte: Was haben die drei Herren zu besprechen, was löst das herzhafte Lachen bei Andreas Grotendorst aus? Männergespräche, natürlich. Sagt man(n). Gleichzeitig stellte ich mir in dieser gleichen Situation drei Frauen vor. Typisches Klatschtantengeschwätz, sagt man(n) auch! Wo liegt der Unterschied zwischen den Gesprächen von Männern und Frauen? Ich machte mich mal schlau.
Menschen haben immer schon miteinander gesprochen. Schon in der Steinzeit, nur waren damals die Themen noch sehr knapp. Gesprächsstoff lediglich war, was gefangen wurde, wer bei der Jagd starb und wann endlich das Feuer erfunden wird.
Also: Männer benutzen Gespräche für einen bestimmten Zweck. Es gibt einen Grund wie zum Beispiel jemandem zu verprügeln, oder ihrem Lieblingsverein ihre Zuneigung grölend kund zu tun. Solche Gefühlsausbrüche sind aber in der Regel sehr selten, in den meisten Fällen bestehen Gespräche zwischen Männern aus wenigen, klar verständlichen Silben. Damit sparen sie einerseits wertvollen Sauerstoff, andererseits schonen sie aber auch ihre Stimme, die man ja für das Gegröle braucht. Hier ein typisches Männergespräch:“Tach.“ „Tach.“ Künstlerische Pause, etwa 2 Minuten. „Und?“ „Jo. Muss.“ Sehr aufschlussreich,
Frauen hingegen haben über die Jahre eine spezielle Fähigkeit entwickelt. Sie können bis zu 16 Stunden ohne Luft zu holen ein Gespräch führen. Dabei erreichen sie, je nach Schnattergrad Spitzengeschwindigkeiten. Das halten die empfindlichen Gehörgänge eines Mannes nicht aus und sie sind diesem Geschwätz nicht gewachsen. Seine Taktik, die er sich inzwischen in Perfektion angeeignet hat: Er schaltet auf Durchzug.
Daher wohl der Ausdruck „Klatschtanten“, und denen Männer trotz ihrer früh erlernten Überlebenstaktik immer wieder zum Opfer fallen.
So nun weiß ich was die drei Herren gesprochen haben: „Hunger?“ Pause. „Ja, du auch?“ Pause. „Nein, Durst!“ Längere verwirrte Pause. „Bier?“ Keine Pause sondern ein einstimmiges und erleichtertes „Jaaaaaaaaaaa“.
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