„Versorgen statt Verwalten“

Am Mittwoch, 15. September 2010 werden die deutschen Allgemeinarztpraxen geschlossen sein, so der Plan des deutschen Hausärzteverbandes.

Jeder Versicherte, der 14,9 % seines Bruttoarbeitslohnes zwangsweise für seine Krankenversicherung abgezogen bekommt, und dazu noch Praxis – Rezept – sowie diverse andere Gebühren bezahlen muss und dafür kaum noch einen Gegenwert in Leistungen erhält, fragt sich doch, was mit diesem Geld dann gemacht wird.

Die Antwort ist einfach: Es fließt in die Verwaltung der über 150 Krankenkassen, nicht in seine medizinische Versorgung. Nun wäre eine Krankenkasse genug, so wie z. B. der NHS in England, aber es Konkurrenz-  und Auswahl-gründen könnten es 4 bis 5 sein. Ein hoher, 2 stelliger Millionenbetrag wäre dann für die Versorgung der Menschen über.

Nicht die Krankenkassen heilen, sondern die Ärzte. Und die werden zur Zeit – im Gegensatz zu den Gehältern in den Chefetagen der über 150 Krankenkassen – mit einem Hungerlohn namens Regelleistungsvolumen abgespeist.
Und deshalb werden die Allgemeinarztpraxen u. a. am Mittwoch aus Protest und um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, geschlossen sein.