Schwarz-Rot-Gold unsere Nationalfarben – Woher stammen diese?

Schwarz Rot Gold. Diese Farben, und genau in dieser Reihenfolge zieren  unsere Deutschlandfahne. Die Fahnen mit den Nationalfarben hängen  momentan aus vielen Fenstern, flattern einzeln, oder gleich in Kolonien an Autofenster und werden bei einigen ganz Fußballverrückten sogar vor  den Haustüren gehisst. Es ist unverkennbar wieder Fußball-Weltmeisterschaft. Dagegen  ist auch nichts einzuwenden, ich habe ja auch Eine. Im Kollektiv ist man ja stark.
Eigentlich wollte ich heute Abend denkfrei verbringen. Das heißt, rein an gar nichts denken, bis ich einen Anruf von einem lieben Freund bekam, der es immer, aber auch immer wieder schafft, meine Synapsen ins Rotieren zu bringen und Signale ans Großhirn zu schicken. Er stellte mir nämlich die Frage, ob ich denn weiß, wofür überhaupt die Farben „Schwarz-RotGold“ stehen? Bingo. Volltreffer, Blattschuss, denn ich hatte gleich null Ahnung. Um Ausreden nicht verlegen fiel mir spontan was ein: Schwarz für die Kohle, Rot für die Glut der Schmelzöfen und Gelb für die Kornfelder des Münsterlandes. Also mal ehrlich, klingt doch ganz plausibel, oder?
Also, bevor Sie jetzt denken, ich hätte nicht alle Latten am Zaun und die Antwort lesen… [spoiler] fragen Sie mal in der Familie, ob jemand die Antwort weiß! Ich habe mich schlau gemacht und versuche mich kurz zu fassen:
Im Jahre 1813 – 1815 während der Befreiungskriege gegen Napoleon und im Zusammenhang mit der Idee einen deutschen  Nationalstaat zu gründen,  traten die drei Farben erstmals in Erscheinung.  Ursprünglich stammen die Farben von den Uniformen des Lützowschen Freicorps. Dies war  eine  Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres unter Führung von  Ludwig Adolf Wilhelm von Lützow. Die Truppe trug schwarze Uniformen mit roten Vorstößen und goldfarbenen Messingknöpfen. Historiker haben dafür eine ganz pragmatische Erklärung: Alle Angehörigen dieses Freikorps, darunter auch viele Studenten und Akademiker, waren sogenannte Selbstversorger  ohne Sold. Sie mussten erfinderisch sein, um sich selber auszurüsten.  Die selbst  mitgebrachte Bekleidung wurde zur Uniform umgefärbt. Das  war mit Schwarz als Grundfarbe am leichtesten. Die goldfarbenen Messingknöpfe waren weit verbreitet und leicht erhältlich, und aus den rot-schwarzen  Wimpeln der Ulanen des Freikorps  wurde der rote, fransige Besatz an die Jacke genäht. Ist doch ganz einfach, warum bin ich da nicht selber drauf gekommen! [/spoiler]