Dem ehemaligen amerikanischen Präsidenten Richard Nixen gebührt der Dank aller Väter. Er erhob nämlich 1974 den Vatertag offiziell in den Rang eines Feiertages – allerdings für den dritten Sonntag im Juni.
Die Väter in Deutschland haben sich „Christi Himmelfahrt“ als ihren Tag auserkoren. Dieser Tag bezeichnet die Rückkehr Jesus Christi, Sohn Gottes, zu seinem Vater in den Himmel. Wem Ehre gebührt, der soll diese dann auch feiern! Und welcher Tag wäre für unsere Väter und Männer passender, als eben „Christi Himmelfahrt“. Das Himmelreich kann ja so nah sein. Und wenn ich an die vielen strahlenden Augen unserer Männer denke, die singend, lachend, mit Bollerkarre oder im Kreise von Gleichgesinnten „ihren“ Tag feiern, dann verliert der „Muttertag“ an Bedeutung. Ein Blumenstrauß zum Frühstück, ein Gedicht von den Kindern, gekoppelt mit einem Marmeladen-verschmierten Kuss, lässt jedes Mutterherz höher schlagen. Hier spiegelt sich die Bescheidenheit der Frauen wider. Unsere Männer nehmen sich gleich an einem ganzen Tag eine Auszeit von dem sonst so stressigen Ehealltag. Die Natur mit allen Sinnen genießen. Das bedeutet aber auch, dass an diesem Tag die meisten alkoholbedingten Unfälle passieren. Und dann heißt die Fahrt nicht mehr „Christi Himmelfahrt“, sondern Lirum-, Larum….Delirum. Und wie das Wort Delirium übersetzt schon aussagt: Aus der Furche sein. Na dann können wir Frauen ja mal so richtig aufatmen! Denn da kann der Vatertag heute bei vielen Männern auch nicht mehr viel Schaden anrichten. Feste muss man(n) halt feiern, wie sie kommen. Hauptsache jeder findet anschließend seine Spur/ Furche wieder. Zur Not mit einem Aspirin, der tröstenden Hand seiner Frau und den laut fröhlich tobenden Kindern. Ach ja der „Vatertag“. Wie schön, dass es ihn gibt, den Vater und den Tag!



























