Erler EDEKA-Marktbetreiber Holger Beyer schränkt Parkzeit ein. Auf dem EDEKA-Parkplatz erlaubt ein Schild ab Donnerstag für Supermarktkunden das Parken für eine Stunde mit Parkscheibe.
Damit setzt Holger Beyer den Fremd- und Dauerparkern auf seinem Parkplatz nun ein Ende. Grund: Zu bestimmten Zeit finden Kunden keinen Platz mehr.

Auslastung erreicht
Die Auslastung der Parkfläche mit rund 60 Parkplätzen war, so Holger Beyer, schon immer ein großes Problem. „Verschärft hat sich die Parksituation nach dem Bau des Ärztehauses. Besonders in den Morgenstunden, wenn dort viele Patienten zur Blutabnahme anreisen, wird es eng für meine Kunden“, so Holger Beyer.
Ein Problem, das der Geschäftsinhaber seit 2002 kennt. Jetzt aber, so Beyer, habe die Auslastung der Parkplätze eine Grenze erreicht. „Wir brauchen alle Plätze für unsere Kunden“.
Tetris-Parken mit Blechschäden
Eng wird es nicht nur in den Morgenstunden, sondern auch vor Feiertagen, bei Hochzeiten im Dorf und bei Veranstaltungen. Dann bestehen weder rechts noch links auf der Silvesterstraße Parkmöglichkeiten. Richtig eng werde es bei Anlieferungen von Ware am Montag- und Dienstagmorgen. Dann sei das Parken „reinstes Tetris“, so Beyer. Unfälle mit Blechschäden häufen sich. Rund 15 Mal habe es im vergangenen Jahr beim Ein- und Ausparken geknallt.
„Jeder, der im Ort was zu erledigen hat, parkt hier. Kunden beschweren sich, oder fahren, weil sie keinen Platz finden, einfach weiter“, erklärt Beyer seinen Schritt, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und die Parkzeit auf eine Stunde zu begrenzen. „Ich kann ja schlecht meinen Kunden zumuten, dass sie mit ihrem Einkaufswagen durch das halbe Dorf schieben. Dann können sie auch gleich in einem anderen Ort einkaufen gehen“.
„Gutes Zureden“ oder und Hinweise an der Windschutzscheibe, dass es sich um einen Privatparkplatz handelt, hätten keinen Erfolg gehabt, geklappt, ergänzt Beyer. „Die Leute kommen immer dann mit ihren ´Totschlagargument`, dass sie sonst auch Kunden sind oder, dass sie dann eben nicht mehr wiederkommen, wenn ich mich so anstelle“.
Verweildauer
Die neue, eingeschränkte Parkzeit von einer Stunde hat der Geschäftsinhaber großzügig berechnet. „Ich habe die Verweildauer von Kunden im Supermarkt prüfen lassen. Diese liegt bei rund 15 Minuten. Die Kunden sollen aber stressfrei einkaufen können und genügend Zeit im Anschluss für einen Kaffee oder für Gespräche haben“.
Während der Übergangszeit will Beyer „ein Auge zudrücken“ und einen freundlichen Zettel hinter die Windschutzscheibe klemmen. Danach werde, wer sich nicht an die Zeiten hält, abgeschleppt. „Das mache ich nicht gerne, aber ich muss an meine Kunden und an die Zukunft denken“.
So plant Beyer, eine Ladestation für E-Autos auf dem Parkplatz zu installieren. „Den jetzigen Schritt haben wir gemacht, nicht um die Kunden zu ärgern. Nein, im Gegenteil. Wir möchten, dass alle bei uns zu einem stressfreien Einkauf anreisen können. Und dafür brauchen wir nun einmal alle unsere Parkplätze“.
Petra Bosse



























