Aus dem erhofften Flashmob am Schloss Raesfeld ist nur ein Flashmöbchen geworden
Dennoch war das frischvermählte Paar glücklich und freute sich über die rund 14 angereisten Gäste

Nur rund 14 Teilnehmer aus Raesfeld, Borken und ein Ehepaar aus Reken folgten der Einladung von Arne Mortsiefer aus Neuss. Er wollte seine neu angetraute Frau Melanie mit einem Flashmob nach der Trauung am Schloss Raesfeld überraschen.

Rosemarie Geißler aus Raesfeld und gebürtige Düsseldorferin fand die Idee gut. „In Düsseldorf nach einer solchen Ankündigung hätte die Stadt gesperrt werden müssen. Aber in Raesfeld ist dies wohl nicht machbar“.

Flashmob nicht angemeldet
Einige Neugierige am Rand meinten, dass es hier keinen Bezug zu Raesfeld gebe. Margot und Karl-Heinz Platte aus Reken verbanden den Vormittag mit einer Schlossbesichtigung.
Kritisch sah Dr. Ursula Baumeister-Geschäftsführerin und Leiterin der Akademie die geplante Überraschung des Ehemannes, zumal parallel eine Vorstandssitzung in den Räumen der Akademie stattfand.

„Da wir uns hier auf einem privaten Grundstück befinden, wäre es schon schön gewesen, wenn ich davon nicht erst aus der Zeitung erfahren hätte.
Ich möchte schon vorher persönlich gefragt werden, auch hinsichtlich Versicherung bei eventuellen Schäden und Haftung“, sagte sie.
Zudem gebe es eine Nutzungsvereinbarung, in der die Rahmenbedingen geklärt würden.
Letztendlich aber kniff die Vorsitzende ein Auge zu. „Wir haben uns arrangiert“, so Baumeister lachend.

Das frischvermählte Paar war glücklich, trotz geringer Resonanz von Seiten der Raesfelder Bürger.
Zwei weiße Tauben sowie rote Luftballons stiegen in den Himmel auf und die Sängerin Simone Oberstein sowie der Assisi-Chor-Chor aus Borken sangen ihre Lieder.
Petra Bosse
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