NRW.BANK fördert Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld

RAESFELD (pd). Die NRW.BANK fördert im Rahmen des Studiengangs, Restaurator im Handwerk‘ der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld eine 15-tägige Praxisschulung zu den im Mittelalter gebräuchlichen Handwerkstechniken über eine Spende in Höhe von 50.000 Euro. Die Idee für das gemeinsame Projekt entstand in Reaktion auf den Brand von Notre Dame.

Handwerk Schloss Raesfeld Förderpreis NRW Bank
Besuch in der Akademie des Handwerks Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK, besuchte die Akademie des Handwerks im Schloss Raesfeld. (Bild: NRW.BANK/Lord Otto)

Ziel des Projekts ist die Weitergabe „exklusiven Wissens“ an Handwerker und Restauratoren im Handwerk. Das dient dem Erhalt kulturhistorischer Bausubstanz – nicht nur auf der Baustelle Notre Dame, sondern auch insgesamt im europäischen Kulturraum und in Nordrhein-Westfalen.

„Wenn wir historisches Kulturgut erhalten wollen, müssen wir auch die historischen Kenntnisse und Bautechniken erhalten und tradieren, die wir dazu brauchen. Historisches Handwerk zu pflegen, bedeutet deshalb, unsere wertvollen Kulturgüter zu schützen“, so Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Der Brand von Notre Dame hat gezeigt: Wir brauchen in Europa und auch in NRW wieder mehr Fachkompetenz für die Restaurierung historischer Gebäude. Mit unserer Spende wollen wir diese Kompetenz stärken – ergänzend zu unseren Förderprogrammen für das Handwerk in NRW.“

Die mit der Spende der NRW.BANK eigens konzipierte Praxisschulung umfasst im Mittelalter gebräuchliche Handwerkstechniken für die Handwerksberufe Maurer, Schmied, Schlosser, Steinmetz, Steinbildhauer und Zimmerer. Diese wird kostenlos angeboten werden, während die Handwerker sonst mehrere Tausend Euro für ihre Weiterqualifikation bezahlen müssen.

Zusätzlich wird das Absolvieren eines Praktikums auf der Baustelle Notre Dame angestrebt, sobald dies in die Abläufe vor Ort passt.

Der Ausbildungsleiter der Akademie des Handwerks, Eckard Zurheide, erklärt: „Bereits seit 1980, als das NRW-Denkmalschutzgesetz in Kraft trat, steht das verlorengehende Wissen um die handwerklichen Traditionen im Fokus unserer Bildungsarbeit für das Handwerk. Auf Schloss Raesfeld – in diesem bedeutenden Baudenkmal – finden die motivierten Handwerker genau den Lernort, der ihnen fundierte Kenntnisse für die besonderen Herausforderungen des handwerklichen Arbeitens im historischen Baubestand vermittelt.“

Hans Hund, Präsident der Handwerkskammer Münster und des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT), Düsseldorf, sowie Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des WHKT, unterstützen das neue Angebot: „Schloss Raesfeld ist für das nordrhein-westfälische Handwerk von großer Bedeutung. Hier zeigt sich nicht nur im besten Sinne handwerkliche Kunst, sondern vor allem auch eine bedeutende Zukunftsaufgabe. Denn es ist wichtig, dass wir handwerkliches Können und Erfahrungen weitergeben, damit wir diese wertvollen Schätze der Baukunst – wie Schloss Raesfeld eines ist – erhalten. So machen wir unsere Heimat lebenswert.“

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