Der Raesfelder Imkerverein feiert Jubiläum.

Anlässlich seines 100-jährigen Geburtstages eröffnete der Imkerverein eine Ausstellung mit einer Info-Wand in der Sparkassenfiliale Raesfeld.

RAESFELD. Im Frühjahr 1919 schlossen sich Imker aus Raesfeld, Homer und Erle zu einem Imkerverein zusammen.

Mittlerweile verzeichnet der Verein 31 Imker mit insgesamt 250 Völker. Je nach Wetterlage liefern die Raesfelder Bienen, die auf mehreren Standorten wie Erle, Borken, Rhade oder Lembeck verteilt sind, rund 20 bis 30 Kilogramm Honig pro Volk.

100 Jahre Imkerverein Raesfeld
Philipp Holtschlag Filialdirektor Raesfeld (l.), Vorsitzender Franz-Josef Löchteken und Bienenfachberaterin Hildegard Nießing

Beliebtes Hobby

Alleine in den letzten zwölf Jahren hat sich der Verein verdoppelt. „Die Imkerei wird immer beliebter. Nicht nur ältere, sondern auch junge Menschen und Frauen entdecken dieses Hobby für sich“, sagt Bienenfachberaterin Hildegard Nießing.

Dass Imkerei mehr als ein Hobby und mit einer großen Verantwortung verbunden ist, sei allerdings nicht so bekannt, wie Hans-Josef Löchteken erklärt. „Wir Imker betreiben Landwirtschaft ohne Land“.

Nach der Gründung im Jahre 1919 verzeichnete der Verein am Ende des Jahres 47 Mitglieder mit insgesamt 360 Völker. Bienen brauchen Zucker und so wurden für die Bienenfütterung 1922 2700 kg Zucker bestellt, rund 7,32 kg pro Volk.

100 Jahre Imkerverein Raesfeld

Die Bienenhaltung in Raesfeld hat Tradition. Erstmalig erwähnt wurde Ludger Suetwick, Pfarrer an der Dorfkirche zu Raesfeld im Jahre 1454.

Im Jahre 1930 wurde Pfarrer Austermann, welcher an der warmen Südseite seines Pfarrhauses einen Bienenstock besaß, Mitglied im Verein. In diesem Jahr hatte der Verein 17 Mitglieder mit 51 Völkern in Körben und 151 Völkern in Bienenkästen.

Wichtige Nutztiere in der Landwirtschaft

Die Gründe, die Honigbiene als wichtiges Nutztier in der Landwirtschaft anzusehen, sind vielfältig. Honigbienen steigern nicht nur den Ertrag vieler Kulturpflanzen, sondern sie sorgen für einen reibungslosen Ablauf in unserer Nahrungskette. In den vergangenen Jahren sang die Zahl der Bienenvölker um die Hälfte von 1,2 Mio. auf rund 617.000 Völker.

Gärten des grauens sind schlecht für Bienen
Schottergärten sorgen für Nahrungsmangel

Schottergärten sind ein großes Problem

Ein großes Problem seien mittlerweile die vielen Steingärten. „Sie sind ökologisch tot“, so Nießing.

Früher haben viele Orte, wie Gärten und auch Friedhöfe den Bienen das ganze Jahr über Nahrung geboten. Gartenbesitzer sollten, damit es den Bienen gut geht, auf Schottergärten verzichten. „Es reichen schon kleine Flächen mit einer bunten Auswahl an Blumen. Verzichten sollte man auf gezüchtete und gefüllte Blumen. Diese geben keine Nahrung“, erklärt Nießing.

Mittlerweile ist der Verein in Raesfeld gut aufgestellt. Über das Jahr hinaus soll es anlässlich zum 100-Jährigen mehrere Veranstaltungen und Angebote geben. Darüber hinaus sind 2019 Schulungen und Anfängerlehrgänge gestartet.

Im Jubiläumsjahr sind folgende Veranstaltungen geplant.

Vortrag über Wildbienen am Mittwoch, 20. März im Naturparkhaus um 19 Uhr. Anmeldung unter E-Mail an [email protected].

 „Mein Garten, naturnah und insektenfreundlich“ heißt es am Mittwoch, 24. April, ab 19.30 Uhr in der Villa Becker.
Anmeldungen beim Bildungswerk unter Tel. 02865/ 10073.

„Spuren lesen im Bienenvolk“ lautet der Titel eines Vortrags von Guido Eich am Sonntag, 2. Juni, ab 9.30 Uhr.

Der nächste Imkertreff ist am Montag, 29. April, ab 19.30 Uhr. Anmeldung unter [email protected]

Reichlich Informationsmaterial und Flyer gibt es in der Sparkasse, die den Verein mit einem Malwettbewerb für Kinder unterstützt.

Bei den Raesfelder Gartentagen am 21. Juli will der Imker-Verein zum Jubiläum einige besondere Aktionen organisieren.

Petra Bosse

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