Unerbittlich, teilweise viel zu früh und manchmal unerbittlich: Der Tod kommt immer. Und eins ist sicher, er kostet jede Menge Geld für die Hinterbliebenen.

Was kostet die letzte Ruhestätte auf unseren Friedhöfen in der Gemeinde?

Reihengrab: Raesfeld 580 Euro – Erle 700 Euro

Wahl- und Familiengräber: Raesfeld 700 Euro – Erle 750 Euro
(die höheren Grabkosten in Erle erklären sich dadurch, dass hier die Ruhezeit 25 Jahre, in Erle 30 Jahre ist).

Zusätzliche Kosten:  Grabstein/Platte/Kreuz etc.

Urnengrab
Raesfeld 450 Euro/ Erle Urnenreihengrab 530 Euro

RAESFELD
Stille Erdbestattung auf einem besonderen Grabfeld inkl. Rasenpflege 1.020 Euro plus 360 Euro für eine Namenstafel.

Stille Urnenbestattung auf einem besonderen Grabfeld inkl. Rasenpflege 700 Euro plus 360 Euro für eine Namenstafel.

Grabstätten-Ruhegarten – Erdbestattungsgrabstelle inkl. Pflege während der 25-jähriger Nutzungsdauer je Grabstelle: 2450 Euro
Urnenbestattung: 1950 Euro

Rasengrab Erle
Rasengräber in Erle. Allerdings ist eine Gestaltungsmöglichkeit, wie hier auf dem Foto zu sehen ist, verboten

ERLE
Rasengräber ohne Gestaltungsmöglichkeit inkl. Pflege während der 30-jährigen Nutzungsdauer:
Erdbestattung: 2200 Euro plus 380 Euro für eine Grabplatte
Urnenbestattung: 1280 Euro plus 380 Euro für eine Grabplatte

Weitere Kosten die anfallen bei einer Bestattung sind die Gebühren für die Friedhofshalle.

Nutzung der Leichenkammer und Aufbewahrungsräume 240 Euro/180 Euro (Erle)
Nutzung der Friedhofshalle für eine Trauerfeier 100 Euro/160 Euro (Erle)
Für die Instandhaltung der Friedhöfe in Raesfeld und Erle wird eine jährliche Umlage von 5,- Euro erhoben.

Foto: Pixabay

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig sich Menschen mit der Frage beschäftigen: Was kostet eigentlich eine Beerdigung?

Neben den oben aufgeführten Kosten kommen noch die Kosten für den Bestatter hinzu.

Alleine die Kosten für den einfachsten Kiefern-Holzsarg bei einem seriösen Anbieter belaufen sich auf mindestens 1000 Euro. Die Preisgrenze nach oben ist offen, je nach Holzart und Ausstattung.

Fakt ist, dass früher viel mehr Wert auf einen klassischen prächtigen Eichensarg, um zu repräsentieren, gelegt wurde als heute.
Heute ist es durchaus anerkannt, und niemand braucht sich dafür zu schämen, wenn gesagt wird, „wir sparen beim Sarg“, denn ich lasse mich lieber verbrennen, oder „ein einfacher Kiefernsarg für ein paar hundert Euro tut es auch“.

Friedhof auf Sizilien. Foto: Petra Bosse

Vielfältige Bestattungsarten

Darüberhinaus gibt es heute vielfältige Arten von Bestattungen wie zum Beispiel die anonyme Bestattung, Waldbestattung, die Asche zum Diamanten pressen lassen, Asche in einem Amulett verwahren, Luftbestattung, Weltraumbestattung … usw. Alles ist möglich, je nach Geldbeutel.

Die letzte Ruhestätte auf einem Waldfriedhof. Foto: Pixabay

Gesetzgebung

Allerdings gibt es Gesetzte, die nicht jeden Wunsch des Hinterbliebenen erfüllen können.
Wie zum Beispiel: Die Beisetzung im eigenen Garten. Das ist nicht nur bei uns in der Gemeinde Raesfeld, sondern fast überall in Deutschland verboten. Es gibt nur eine Ausnahme, wo dies erlaubt ist: Bremen.
Ebenfalls verboten ist in Deutschland, obwohl eine Beisetzung eine höchst private Angelegenheit ist, dass Verstreuen der Totenasche in der freien Natur. Hier greift wieder unser deutscher „verstaubter“ Friedhofszwang.

Traditioneller Friedhof in Deutschland. Foto: Pixabay

Friedhofszwang in Deutschland

In Deutschland herrscht immer noch Friedhofszwang: Verstorbene müssen ihre letzte Ruhe in offiziellen Gräbern finden. Diese adäquate Bestattungspflicht besteht in Deutschland – aus christlicher Tradition als Erdbestattung – bereits seit dem Mittelalter. Anfangs war die Kirchgemeinde in ihren Kirchhöfen dafür zuständig, auch für das „Armenbegräbnis“.

Preußisches Landrecht

Später ab 1806 galt das allgemeine Preußische Landrecht. Hier wurde aus hygienischen Gründen verboten, Leichen innerhalb bebauter Flächen zu begraben.

Bestattung im eigenen Gasten ist in Deutschland verboten. Foto: Pixabay

Urne im eigenen Garten

Im deutschen Bestattungsrecht ist die freie Verfügung über die Asche eines Verstorbenen nicht vorgesehen. Der Friedhofszwang verbietet es in Deutschland, die Asche eines Verstorbenen, wegen Ruhezeit, im Privatbereich zu verwahren.
Unsere Nachbarn in den Niederlanden sehen das gelassener. Hier können die Angehörigen die Asche in der Urne mit nach Hause nehmen, getreu dem Motto: Ruhe sanft in eigenem Garten.

Petra Bosse

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